Heute ist der 1.07.2026, und im wunderschönen Berchtesgadener Land geht’s gerade drunter und drüber – zumindest wenn es nach der Bartgeierdame Alosa geht. Erst vor wenigen Tagen, am 24. Juni, wurde sie in einer spektakulären Aktion im Nationalpark Berchtesgaden in eine Felsnische auf 1.300 Metern Höhe ausgewildert. Und was macht die mutige Dame nach nur zwei Tagen? Sie verlässt ihre Felsnische und wagt ihren ersten Flugversuch! Ein wahrer Abenteuergeist!

Das Projektteam, unter der Leitung von Toni Wegscheider vom LBV, ist ganz Ohr. Alosa zeigt ein Verhalten, das im Rahmen des Projekts in den letzten fünf Jahren nicht beobachtet wurde. Sie frisst zwar brav, hat aber so ihre Schwierigkeiten, gezielt an den Futterstellen zu landen und sich im unwegsamen Gelände zurechtzufinden. Komischerweise macht das die ganze Sache noch spannender! Während Alosa sich also noch in der Orientierungsphase befindet, verhält sich ihr Artgenosse Zierli, der ebenfalls frisch ausgewildert wurde, recht unauffällig. Ein bisschen wie Wasser und Wein, oder?

Ein ungestümes Federkleid

Alosa ist nicht nur wild und frei, sondern hat auch einen klaren Charakter. Bereits bei den Vorbereitungen zur Auswilderung zeigte sie sich wenig kooperativ – beim Herausheben aus der Transportbox war sie alles andere als ein brav sitzendes Vögelchen. Am Auswilderungstag hingegen erkundete sie furchtlos ihre neue Umgebung. Man muss sagen, sie hat ordentlich „Biss“! Nach einer kleinen Auseinandersetzung mit Zierli wurde Alosa zwar kurzzeitig wieder eingefangen – sicher ist sicher – aber das hält sie nicht davon ab, am 26. Juni erneut in die Lüfte zu steigen. Sie landete in einer nahen Steilwand, was für Junggeier ziemlich frühzeitig ist. Normalerweise nehmen sie sich mehrere Wochen Zeit, um die Gegend zu erkunden, bevor sie den großen Flug wagen.

Das Auswilderungsprojekt wird vom Bayerischen Naturschutzfonds unterstützt, der sich für den Schutz dieser majestätischen Vögel einsetzt. Wer mehr über das Leben der Bartgeier erfahren möchte, kann am offiziellen Infostand am Wanderweg zur Halsalm vorbeischauen. Und das Beste: Jeden Dienstag und Donnerstag werden kostenlose Bartgeier-Führungen angeboten. Allerdings sollte man sich vorher anmelden – die Plätze sind begrenzt!

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Beobachtungen aus der Ferne

Für alle, die es nicht nach Berchtesgaden schaffen, gibt es eine spannende Möglichkeit, Alosa und Zierli aus der Ferne zu beobachten. Eine Live-Webcam ermöglicht es Naturliebhabern, die beiden gefiederten Abenteurer in ihrem neuen Zuhause zu verfolgen. Ist das nicht eine tolle Gelegenheit? Man kann sich die Aufregung direkt nach Hause holen!

Die Rückkehr der Bartgeier in die Alpen ist ein bedeutender Schritt in der Naturschutzarbeit und bringt frischen Wind in die Region. Es zeigt, wie wichtig es ist, die natürlichen Lebensräume zu schützen und die Artenvielfalt zu fördern. Mit jeder neuen Generation dieser beeindruckenden Vögel wird die Hoffnung auf eine gesunde Natur größer. Alosa und Zierli sind nicht nur Vögel – sie sind Symbole für den Erfolg von Naturschutzprojekten in Bayern. Und wer weiß, vielleicht wird Alosa noch zur Legende der Lüfte – die Felsnische hat sie definitiv in ihren Bann gezogen!

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