Heute ist der 14.07.2026 und in Bayreuth brodelt es gewaltig. Die Sanierung der Graserschule hat sich zu einem regelrechten Drama entwickelt. Anfang 2025, also vor über einem Jahr, hat sich die Stadt von dem Architekturbüro getrennt, das für die Sanierung verantwortlich war. Das Team um Michael Fränkel von P+ Architekten und Ingenieure hat bei der Bestandsaufnahme ein wahres Mängelmonster ans Licht gebracht. Oh je! Da wurden nicht nur unvollständige Planungen aufgedeckt, sondern auch systematische Bauausführungsfehler – insbesondere im Bereich des Brandschutzes. Das ist nun wirklich das Letzte, was man in einem Schulbau hören möchte.

Brandschutz, ein Thema, das fast alle Ausbaugewerke betrifft, ist jetzt der zentrale Punkt, um den sich alles dreht. Die Liste der festgestellten Defizite ist lang: Fehler im Treppenhaus, fehlende Anschlussdetails, unzureichende Durchdringungspläne für die Brandschutzdecken und dann auch noch Höhenunterschiede zwischen Alt- und Neubau. Und als ob das nicht genug wäre, hat sich auch noch ein Hausschwamm im Gebäude breitgemacht. Das ursprüngliche Sanierungsverfahren wurde als aufwendig und fehleranfällig bewertet. Das klingt alles nach einem tiefen Loch, in das die Stadt da gefallen ist.

Ein Blick in die Zukunft der Graserschule

Bei der letzten Sitzung des Stadtrats Ende Januar 2026 wurden die Ergebnisse präsentiert. Der Unmut über die Kostenentwicklung ist groß. Früher wurde in einem Flyer von Gesamtkosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro gesprochen. Mittlerweile ist der erste Bauabschnitt, der Mensa, Verwaltungsräume und die Sporthalle umfasst, auf etwa 14 Millionen Euro angestiegen. Nanu, wo sind die ganzen Euros nur geblieben? Und das Beste kommt noch: Die Fertigstellung des gesamten Projekts wird nun nicht mehr wie ursprünglich geplant bis 2028, sondern bis 2031 in Anspruch nehmen. Da macht sich bei den Stadträten sicherlich ein mulmiges Gefühl breit.

Zu allem Überfluss sind auch noch Schäden am Kanalnetz unter dem Schulhof entdeckt worden, die mit zusätzlichen Sanierungskosten von etwa 150.000 Euro zu Buche schlagen werden. Kameraaufnahmen aus April 2025, die erst jetzt ans Licht kommen, zeigen, dass es an Unterlagen vom vorherigen Planungsbüro gefehlt hat. Das ist doch ein bisschen wie im schlechten Film, oder? Die statische Überprüfung des Dachs der Sporthalle hat ergeben, dass die Konstruktion nicht den aktuellen Regelwerken entspricht. Ein Vorschlag für zusätzliche Brettschichtholzbinder zur Lastenverteilung wurde bereits ins Spiel gebracht und, oh Wunder, es werden keine weiteren Terminverschiebungen erwartet. Es bleibt zu hoffen, dass das wirklich so bleibt!

VeloCore Medium

Innovative Lösungen und neue Wege

Die Rissbildung an den Fensterstürzen der historischen Sandsteinfassade ruft ebenfalls zur Sorge auf. Weitere Untersuchungen sind geplant, wobei provisorische Elemente die betroffenen Bereiche abstützen. Eine umfassende Fassadensanierung steht allerdings nicht auf der Agenda. Stattdessen wurde ein alternativer Entwurf für die Pausenhalle als Holzbaukonstruktion entwickelt, der eine Kostenreduzierung von rund 800.000 Euro brutto verspricht. Es ist ermutigend zu sehen, dass trotz der Herausforderungen kreative Lösungen gefunden werden!

Ein Lichtblick könnte sein, dass die Bauzeit für den zweiten Bauabschnitt, der Anfang 2027 beginnen soll, sich verkürzen könnte. Die Bauabschnitte zwei und drei sind jeweils auf etwa 2,5 Jahre ausgelegt. Die gesamte Sanierung der Graserschule soll bis Ende 2031 abgeschlossen sein. Ein Plan für eine Stahlträgerkonstruktion für die kommenden Bauabschnitte könnte zudem weniger Eingriffe in die historische Bausubstanz erfordern und somit Kosten sparen. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein!

Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Bericht zur Kenntnis genommen und die Planungsänderungen einstimmig zugestimmt. Im nächsten Quartalsbericht wird eine detaillierte Gesamtkostenübersicht für alle Bauabschnitte angekündigt. Man darf also gespannt sein, welche Überraschungen uns da noch erwarten.

Hohe Datenschutzstandards und eine saubere technische Architektur schließen sich nicht aus. Unsere neue VeloCore-Plattform ist bewusst plugin-frei und datenschutzfreundlich umgesetzt worden – von Daniel Wom realisiert als klares Bekenntnis zur DSGVO.