Gestern Abend, am 24. Mai 2026, fand in der Brose Arena ein spannendes Duell zwischen den Ratiopharm Ulm und den BMA 365 Bamberg Baskets statt. Die Stimmung war elektrisierend, und die Fans konnten sich auf ein packendes Viertelfinalspiel in der Easycredit Basketball-Bundesliga freuen. Ulm, unter Druck stehend, da sie in der Best-of-Five-Serie nun gewinnen mussten, um im Wettbewerb zu bleiben, startete etwas zögerlich ins Spiel. Bamberg hingegen eröffnete das Match mit einem Feuerwerk an Dreipunktwürfen, was die Zuschauer sofort auf ihre Seite zog.
Die ersten Minuten waren für die Ulmer eher eine Herausforderung. Die Mannschaft fand nur schwer in den Rhythmus und musste sich erst einmal sammeln. Doch mit jeder Minute kämpften sie sich besser ins Spiel. Es wurde ein wahrer Schlagabtausch, als Ibi Watson mit einem Dreier für Bamberg die Führung zurückeroberte, gefolgt von weiteren Freiwürfen, die die Bamberger erneut in Front brachten. Ulm blieb jedoch nicht untätig: Mark Smith verwandelte einen Freiwurf und sorgte für die erste Ulmer Führung. Ein weiterer Dreier von Justin Simon und die Spannung stieg.
Ein Spiel der wechselnden Führungen
Das erste Viertel war geprägt von einem ständigen Wechsel der Führung – insgesamt elfmal! Das war Basketball vom Feinsten. Sengfelder setzte in den Schlusssekunden den Schlusspunkt mit einem Korb für Bamberg, und das Viertel endete mit einem knappen 28:27. Im zweiten Abschnitt blieb das hohe Tempo konstant. Ulm verteidigte die knappe Führung, aber Bamberg ließ nicht locker und kam mehrfach bis auf einen Punkt heran. In der Schlussminute gelang es den Ulmern, erneut auszugleichen – 47:47, und das Publikum war aus dem Häuschen.
Nach der Halbzeit kam es dann jedoch zu einem Dämpfer für Bamberg: Ibi Watson, der bis zu diesem Zeitpunkt mit durchschnittlich 16 Punkten pro Spiel der Topscorer war, verletzte sich und musste das Spielfeld verlassen. Trotz dieser Unannehmlichkeit gelang es Bamberg, kurz vor Ende des dritten Viertels mit sieben Punkten in Führung zu gehen und schließlich mit 13 Punkten (73:60) in das letzte Viertel zu starten. Doch Ulm gab sich nicht geschlagen und startete mit einem beeindruckenden 12:0-Lauf ins letzte Viertel, was die Bamberger in arge Bedrängnis brachte.
Der Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde
Die Schlussphase des Spiels war nichts für schwache Nerven. Bamberg reagierte auf den Ulmer Lauf mit einem eigenen 7:0-Lauf und stellte den Vorsprung auf 84:76. 17 Sekunden vor dem Ende war der Vorsprung auf nur drei Punkte geschmolzen (87:84). Ulm foult, und Zach Ensminger verwandelte beide Freiwürfe. Doch die Ulmer ließen sich nicht entmutigen und Thomas Klepeisz traf einen wichtigen Dreier (89:87) mit nur noch 6,2 Sekunden auf der Uhr. Bamberg hatte die Gelegenheit, sich mit Freiwürfen abzusichern, verwandelte jedoch nur einen von zwei – und die Spannung war zum Zerreißen. Klepeisz hatte die Chance auf den Ausgleich, doch sein Wurf verfehlte das Ziel und prallte nur gegen den Ring.
Am Ende stand es 87:90 für Bamberg, und Ulm steht nun mit dem Rücken zur Wand, da sie im nächsten Spiel in Neu-Ulm unbedingt gewinnen müssen, um nicht aus dem Wettbewerb auszuschieden. Mark Smith war mit 29 Punkten der beste Werfer des Abends und hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Bamberger hingegen feiern ihren Sieg und haben nun drei Matchbälle. Das nächste Kapitel in dieser spannenden Serie wird am Samstag aufgeschlagen – die Zuschauer dürfen sich schon jetzt auf ein weiteres heißes Duell freuen!
