Heute, am 15. Mai 2026, gibt es in Wolfratshausen ein ganz besonderes Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte: Der bekannte Journalist und Pazifist Franz Alt wird einen Vortrag halten. Der Titel? „Frieden ist noch immer möglich – die Kraft der Bergpredigt“. Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte. Am Montag, dem 18. Mai, um 19 Uhr in der Loisachhalle wird er seine Gedanken und Erfahrungen mit uns teilen. Der Eintritt ist frei, aber Spenden sind natürlich willkommen – schließlich geht es um einen guten Zweck!
Franz Alt ist nicht nur ein Gesicht, das viele von uns aus dem Politmagazin „Report“ beim SWR kennen, sondern auch ein engagierter Friedensbotschafter. Vor mehr als 40 Jahren veröffentlichte er sein Buch „Frieden ist möglich“, und seitdem ist er unermüdlich unterwegs, um für den Frieden zu werben. Seine enge Verbindung von Umweltschutz und Pazifismus zeigt sich in seinen Werken wie „Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne“. Gemeinsam mit Michail Gorbatschow hat er sogar das Buch „Kommt endlich zur Vernunft – Nie wieder Krieg“ herausgebracht. Und es gibt noch viele weitere Bücher, die er in Zusammenarbeit mit dem Dalai Lama verfasst hat, darunter „Ethik ist wichtiger als Religion“ und „Schützt unser Klima“. Man könnte sagen, dieser Mann hat eine Mission!
Ein Aufruf zur Reflexion
In einer Zeit, in der Konflikte und Kriege die Schlagzeilen dominieren, von Luftangriffen auf den Iran bis hin zu den verheerenden Folgen solcher Auseinandersetzungen, wird es immer wichtiger, Stimmen des Friedens zu hören. Der Iran reagiert auf Angriffe, und die Spirale der Gewalt dreht sich weiter. Es sind tragische Ereignisse wie der Angriff auf eine iranische Schule, bei dem unzählige Menschen ihr Leben verloren haben, die uns daran erinnern, wie dringend wir Lösungen finden müssen, die auf Dialog und Verständnis basieren. Franz Alt fordert mit seiner Botschaft, dass wir die Prinzipien der Bergpredigt ernst nehmen, denn Gewalt ist keine Lösung.
Seine Überzeugungen stehen im krassen Gegensatz zu den militärischen Interventionen, die in der Vergangenheit, etwa in Afghanistan oder Irak, oft nur Chaos hinterließen. Auch die gegenwärtige Lage, in der Kriege das Klima belasten und Flüchtlingsströme verursachen, ist alarmierend. Der Klimaschutz wird in den Hintergrund gedrängt, während fossile Energiepreise steigen. Darüber nachzudenken, könnte der erste Schritt in eine bessere Zukunft sein.
Ein Visionär für den Frieden
Franz Alt ist ein Visionär, der es versteht, komplexe Themen verständlich zu machen. Er verknüpft die Ideen von Frieden und nachhaltiger Energiepolitik. In seinen Überlegungen geht es nicht nur um den Krieg, sondern auch um eine atomwaffenfreie Welt und die Notwendigkeit einer Energiewende zu erneuerbaren Energien. Gorbatschows Beispiel für friedliche Politik, das zu Abrüstung und dem Ende des Kalten Krieges führte, zeigt, dass es möglich ist, gemeinsam an einer besseren Welt zu arbeiten. „Ein Atomkrieg wäre der letzte Krieg der Menschheit“, warnt Alt und appelliert an uns alle, Verantwortung zu übernehmen.
Sein Vortrag könnte für viele von uns ein Wendepunkt sein, um über den Tellerrand hinauszuschauen und aktiv zu werden. Die Veranstaltung wird vom „Forum für Frieden“ organisiert und findet im Rahmen der Ausstellung „Kriegstüchtig“ statt, die im Mai in der Kulturbühne Hinterhalt in Gelting zu sehen ist. Ein Grund mehr, sich für Frieden und Miteinander stark zu machen!
