Thundorf: Von Tempo 30 bis Photovoltaik – Gemeinde im Aufbruch
Der Gemeinderat von Thundorf hat kürzlich in einer Sitzung zusammengekommen, die, naja, um es vorsichtig auszudrücken, nicht gerade von einem großen Andrang der Bürger geprägt war. Nur wenige Zuhörer fanden sich ein, um den Diskussionen über wichtige Themen beizuwohnen. Eines davon war die geplante Photovoltaikanlage der Gemeinde Großbardorf am Rügshof. Hier gab es keine Einwände – Fabian Röder, der Geschäftsführer der VG Maßbach, informierte, dass Thundorf als angrenzende Gemeinde keine sachlich begründeten Einwände erhebt. Ein klares „Daumen hoch“ also, denn der Gemeinderat schloss sich dieser Meinung einstimmig an.
Ein anderes, weniger erfreuliches Thema war der Antrag auf Tempo 30 im Ratzengrundweg. Das Landratsamt hat diesen abgelehnt, was die Rothhäuser Gemeinderäte dazu brachte, zu klären, dass die Behörde die Straßenbewertung falsch vorgenommen hat. Bürgermeister Bernhard Düker hat sich fest vorgenommen, sich erneut mit der Thematik Tempo 30 zu befassen. Es bleibt spannend, ob hier eine Wende in Sicht ist.
Neue Geschäftsordnung und Vereinsförderung
Die Sitzung brachte auch eine neue Geschäftsordnung mit sich, die notwendig wurde, um gesetzliche Änderungen der letzten sechs Jahre zu integrieren. Der Bayerische Gemeindetag empfiehlt einen finanziellen Verfügungsrahmen von 7 bis 8 Euro pro Einwohner. Für Thundorf ergibt sich damit ein maximaler Verfügungsrahmen von rund 8000 Euro – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den vorherigen 4000 Euro. Der Gemeinderat einigte sich letztlich auf 6000 Euro für den Bürgermeister. Die Frist für Anträge bleibt bei 14 Tagen vor der Sitzung, die Ladungsfristen für Gemeinderäte unverändert.
Ein weiterer wesentlicher Punkt war die Übertragung der Vereinsförderung an den Gemeinderat. Das Gremium erkannte die Geschäftsordnung mit den Änderungen einstimmig an, was ein gutes Zeichen für die Zusammenarbeit und die Transparenz in der Gemeinde ist. Bürgermeister Düker informierte auch über die geplante Streuobstwiese und die Unterstützung der Aktion Ramadama durch die Sparkasse mit 300 Euro – eine schöne Initiative, die sicherlich auf positive Resonanz stoßen wird.
Verkehrsberuhigung und Sicherheit
In Theinfeld wurden Leuchtmarkierungen auf dem Gehsteig aufgebracht, um die Befahrung durch Busse einzuschränken. Die Polizei hat jedoch keine Notwendigkeit für Änderungen in diesem Bereich gesehen. Gemeinderat Jürgen Schleier wies auf einen Wendehammer hin, der extra für Busse gebaut, aber anscheinend nie genutzt wird – das ist schon ein bisschen komisch, oder? Man fragt sich, ob es nicht sinnvoller wäre, diesen Platz für andere Zwecke zu verwenden.
Im Zusammenhang mit dem Thema Tempo 30 gibt es interessante Neuigkeiten aus dem Bereich Klimaschutz. Ein neu veröffentlichtes Steuerungsinstrument ermöglicht es Kommunen, Tempo 30 ohne Nachweis einer besonderen Gefahrenlage anzuordnen. Dies gilt unter anderem für Schulen, Kindergärten und Altenheime. Ein Schritt, der nicht nur für mehr Sicherheit, sondern auch für den Klimaschutz von Bedeutung ist. Der Verlagerungseffekt könnte dazu führen, dass mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umsteigen und so die Treibhausgasemissionen reduzieren. Ein win-win, wenn man so will!
Abschließend bleibt zu sagen, dass die Gemeinde Thundorf in ihrer Sitzung viele wichtige Themen angesprochen hat. Von der neuen Geschäftsordnung über die Verkehrsberuhigung bis hin zur Unterstützung von Umweltschutzaktionen sind die Weichen für eine positive Entwicklung in der Gemeinde gestellt. Die Bürger dürfen gespannt sein, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden, und vielleicht wird beim nächsten Mal ja auch die ein oder andere Stimme aus dem Publikum zu hören sein.


