Ein bunter Tag der Freude: Kinderwallfahrt zum heiligen Ulrich in Augsburg
Am 8. Juli 2026 war die Atmosphäre in Augsburg besonders festlich. Kitakinder aus dem Bistum Augsburg versammelten sich, um an einer traditionellen Wallfahrt zum Grab des heiligen Ulrich teilzunehmen. Es war eine lebendige Prozession, die mit viel Freude und Gesang gefüllt war. Zahlreiche Einrichtungen aus den rund 450 kirchlich getragenen Kindertageseinrichtungen folgten der Einladung zur Ulrichswoche und machten den Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Generalvikar Msgr. Dr. Wolfgang Hacker empfing die Kinder im Hinterhof der Basilika. Die Aufregung war greifbar. Zwei Polizeiautos sicherten den Weg, während die Kinder, bunt gekleidet und voller Elan, um die Basilika zogen. Lieder von Robert Haas hallten durch die Luft, und die Stimmen der Kinder verschmolzen zu einem harmonischen Klang, der die altehrwürdigen Mauern der Basilika erfüllte.
Ein Blick in die Geschichte
Die Erzählung über das Leben des heiligen Bischofs Ulrich war ein Höhepunkt der Wallfahrt. Er war nicht nur ein bedeutender Kirchenführer, sondern auch ein Mensch, der sich für die Schwachen und Kranken einsetzte. Die Kinder hörten gebannt zu, als es hieß, dass Ulrich eine Mauer um Augsburg bauen ließ und sich als Friedensvermittler engagierte. Diese Geschichten über seinen Mut und seine Nächstenliebe sind für die Kinder eine wertvolle Lektion über Menschlichkeit und Zusammenhalt.
Im Rahmen der Feierlichkeiten stellten die Kinder ein gebasteltes Portrait ihrer Gruppe symbolisch ins Gras vor dem Bild des Heiligen. Es war eine berührende Geste, die zeigte, wie wichtig Gemeinschaft und Freundschaft sind. Zwei Kinder und eine Erzieherin trugen das Evangeliar zur Vorderseite der Kirche – ein eindrucksvolles Bild des Glaubens in Aktion.
Ein persönlicher Segen
Generalvikar Hacker hielt eine einfühlsame Ansprache, in der er Ulrich als Bischof und Hirte darstellte. Er sprach über die Freundschaft mit Jesus und erzählte auf humorvolle Weise von seiner eigenen Freundschaft zu seinem Kater Hannibal. Diese warmherzige Note machte die Ansprache lebendig und greifbar für die Kinder. Die Botschaft, dass Gott jeden Menschen beim Namen kennt und führt, ging den kleinen Teilnehmern direkt ins Herz.
Die Feier endete mit einem Einzelsegen, bei dem die Kinder ihren Namen nennen sollten. Das hatte eine ganz besondere Bedeutung. Es war, als würde jeder Einzelne in der Gemeinschaft des Glaubens willkommen geheißen. Mit dem gemeinsam gesprochenen Vater unser und dem Schlusslied „Gott ist immer hier“ wurde der Tag auf eine wunderschöne Weise abgerundet. Ein Tag voller Freude, Gemeinschaft und einer tiefen Verbindung zum Glauben.
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