Große Flaggen des 1. FC Nürnberg wehen vor der WWK-Arena in Augsburg. Ein Bild, das man nicht alle Tage sieht! Die Nürnberger Ultras strömen auf die Ulrich-Biesinger-Tribüne, während die Diskussion um die Modernisierung des Max-Morlock-Stadions in Nürnberg immer intensiver wird. Für 260 bis 280 Millionen Euro soll das Stadion, das in die Jahre gekommen ist, einem Vollumbau unterzogen werden. Am Freitag wurden die Pläne vorgestellt, aus über 150 Variationen das Vorzugsmodell ausgewählt – eine spannende Sache, die das Herz eines jeden Fußballfans höher schlagen lässt.

Das Genehmigungsverfahren wird am 22. Juli im Nürnberger Stadtrat erwartet. Die Umbauarbeiten sollen bis 2032 abgeschlossen sein und das neue Stadion wird dann Platz für 50.000 Zuschauer bieten – und das alles ohne die störende Leichtathletikbahn. Doch wie geht es während der Umbauphase weiter? Drei Planspiele stehen zur Debatte: Umbau bei laufendem Betrieb, eine Interimsspielstätte aus Stahlrohrtribünen im Stadtgebiet oder ein temporärer Umzug. Letzteres scheint für den 1. FC Nürnberg jedoch ausgeschlossen, da ein Umzug nach Fürth einfach nicht in Frage kommt. Da schaut man sich um und erkennt: Kaum tragfähige Alternativen gibt es in Nordbayern und Umgebung.

Umzugsmöglichkeiten in der Diskussion

Das Olympiastadion in München und die WWK-Arena in Augsburg sind als mögliche Umzugsmöglichkeiten in der Diskussion. Beide Stadien erfüllen die Lizenzierungsbedingungen der DFL. Doch der FC Augsburg hat seine eigenen Herausforderungen zu meistern, insbesondere in Bezug auf die Rasenqualität und die Vermarktung der Sponsoren. Schließlich ist die WWK-Arena auf die Partner des FCA ausgerichtet, und die Stadt Augsburg sowie die Sicherheitsorgane haben Bedenken wegen einer Mehrbelastung durch einen fortlaufenden Spielbetrieb. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Bayer 04 Leverkusen während der Modernisierung der BayArena 2008/2009 nach Düsseldorf umgezogen ist, was weitere Fragen aufwirft.

Der FC Augsburg betont jedoch, dass bisher keine Anfrage des 1. FC Nürnberg zur Nutzung der WWK-Arena vorliegt. Es bleibt also spannend, wie sich die Sache entwickeln wird.

VeloCore Medium

Die Planung für die Zukunft

In Nürnberg selbst ist die Planung für den Vollumbau des Max-Morlock-Stadions bereits in vollem Gange. Der Totalübernehmer (TÜ) wird die Umsetzung planen und durchführen. Im Jahr 2023 wurde eine Machbarkeitsstudie vorgelegt, gefolgt von der Funktionalplanung und dem Businessplan, die im Jahr 2024 erstellt werden sollen. Aktuell wird an der Vorplanung gearbeitet, um Fragen zur Mantelbebauung und zur denkmalgeschützten Bausubstanz zu klären.

Die Stadt Nürnberg hat im November 2024 bereits Geld für die Vorplanung bewilligt. Und das ist noch nicht alles: Im März 2025 wird Bürgermeister Christian Vogel beauftragt, ein Planungsbüro zu suchen. Eine Auswahl aus zehn Bewerbungen läuft bereits. Die Vorplanung umfasst Anforderungen an das neue Stadion, um die Suche nach einem TÜ zu starten. Das Projekt „Zukunft Stadionareal“ bringt die Themen Energie, Finanzierung, Konzeptentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Ein ambitioniertes Vorhaben, das zeigt, wie ernst man es in Nürnberg mit dem Stadionbau meint.

Man plant ein neues Stadion mit 40.000 Sitzplätzen (ca. 50.000 inklusive Stehplätzen) – und auch hier ohne Rundlaufbahn. Eine Objektgesellschaft zur Planung und zum Bau des Stadions wird vorbereitet. Die Stadt Nürnberg und der 1. FC Nürnberg planen eine gemeinsame finanzielle Beteiligung, wobei die restlichen Investitionskosten fremdfinanziert werden sollen. Der Freistaat Bayern hat bereits signalisiert, dass er bereit ist, sich finanziell zu beteiligen.

Ein nachhaltiger Stadionbau mit ressourcenschonender Planung und Betrieb steht im Fokus. Gleichzeitig wird die Umfeldentwicklung planerisch vorangetrieben, Gutachten und Alternativstandorte werden geprüft. Die Machbarkeitsstudie empfiehlt den Vollumbau des Stadions und die Entwicklung des Umfelds für den Breitensport. Es ist also viel in Bewegung, und die kommenden Monate werden zeigen, wie die Fanlandschaft in Nürnberg und Umgebung sich verändern wird.

Für regionale Nachrichtenportale ist die lokale Relevanz und Auffindbarkeit von besonderer Bedeutung. Unser Website-System wurde daher technisch so optimiert, dass regionale Suchanfragen und lokale Strukturen optimal unterstützt werden – bei gleichzeitig hoher Performance und redaktioneller Flexibilität. Realisiert wurde das Projekt von Daniel Wom / VeloCore.