Neuer Wind im Rathaus: Kümmersbruck stellt sich den Herausforderungen der Kommunen
Amberg, 6. Juni 2026 – Die Stimmung im Rathaus von Kümmersbruck war heute ganz besonders, denn der Bayerische Gemeindetag im Kreisverband Amberg-Sulzbach hat sich neu aufgestellt. Die konstituierende Sitzung fand in einem feierlichen Rahmen statt, und es war fast so, als würde ein neuer Wind durch die Gänge wehen. Dieter Dehling, Mitglied der CSU und ehemals der Bürgermeister von Hahnbach, wurde zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Peter Braun an, der 18 Jahre lang das Amt mit Bravour führte. Ein echter Handschlag für die Demokratie, könnte man sagen!
In seiner ersten Rede betonte Dehling die Wichtigkeit einer starken, gemeinsamen Stimme der Kommunen im Landkreis. „Wir müssen zusammenhalten“, sagte er und erinnerte daran, dass die Herausforderungen, vor denen die Kommunen stehen, nicht kleiner werden. Ein zentrales Thema wird die Lage der Kommunalfinanzen sein. Hier stehen die Gemeinden im Amberg-Sulzbach-Kreis vor enormen finanziellen Herausforderungen. Steigende Ausgaben, vor allem im Sozialbereich und durch hohe Tarifabschlüsse, setzen den Kommunen zu. Das führt zu einem finanziellen Engpass, der nicht nur die Handlungsfähigkeit einschränkt, sondern auch die Möglichkeit, freiwillige Leistungen und lokale Investitionen zu tätigen.
Ein starkes Team für die Zukunft
Der neue stellvertretende Kreisvorsitzende ist Hermann Böhm, Bürgermeister der Gemeinde Poppenricht. Auch er sieht die Notwendigkeit, dass die Kommunen in dieser angespannten Lage zusammenarbeiten müssen. Die finanzielle Unterstützung durch Bund und Land wird als unzureichend kritisiert. Die gesetzliche Übertragung neuer Aufgaben an die Kommunen geschieht oft ohne die notwendigen Mittel, was die Gemeinden in eine prekäre Lage bringt.
Die gewählten Beisitzer zeigen, dass auch verschiedene politische Strömungen vertreten sind: Dominik Sachsenhauser (CSU, Hahnbach), Uwe König (FW, Freihung), Birgit Barth (CSU, Auerbach), Erwin Geitner (CSU, Rieden), Jörg Kaduk (FW, Königstein) und Beate Dietrich (SPD, Hirschau). So ist sichergestellt, dass unterschiedliche Perspektiven in die Diskussionen einfließen. Auch die Kassenprüfer, Anton Peter (CSU, Ammerthal) und Stefan Frank (CSU, Sulzbach-Rosenberg), sind mit Bedacht gewählt worden, um den finanziellen Überblick zu behalten.
Gemeinsam stark für die Kommunen
Ein weiterer Punkt, den Dehling hervorhob, ist die enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle des Bayerischen Gemeindetags. Diese fungiert nicht nur als Berater und Partner, sondern ist auch eine Denkfabrik, die in rechtlichen, organisatorischen und finanzwirtschaftlichen Fragen unterstützt. „Wir müssen unsere Stimme im Bayerischen Landtag und gegenüber der Staatsregierung stärken“, so Dehling. Die Geschäftsstelle hat die Aufgabe, die Interessen der kreisangehörigen Städte, Märkte und Gemeinden zu vertreten und Positionen zu formulieren.
Die Herausforderungen, die auf die Kommunen zukommen, sind nicht zu unterschätzen. Mit steigenden Kosten und einer unzureichenden finanziellen Unterstützung stehen die Verantwortlichen vor der Frage, wie sie den Bedürfnissen der Bürger gerecht werden können. Und da sind sie auf die Unterstützung von Verbänden und der Geschäftsstelle angewiesen, die durch Schulungen und Diskussionen vor Ort die kommunalen Mandatsträger unterstützen.
Mit einem motivierten Team und einem klaren Fokus auf die finanziellen Herausforderungen sieht sich der neue Vorstand des Bayerischen Gemeindetags in Amberg-Sulzbach gut aufgestellt. Es bleibt spannend, wie sich die Dinge entwickeln werden, denn die Kommunen sind das Herzstück unserer Gesellschaft – und das schlägt manchmal ganz schön laut.
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