Am kommenden Sonntag, dem 14. Juni, wird in Michelsneukirchen wieder der Quermarkt stattfinden – ein Ereignis, das sich durch seine lange Tradition auszeichnet. Der Markt hat eine Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht und seinen Ursprung als Waren- und Zugochsenmarkt hat. An den Festtagen der Heiligen, insbesondere zur Ehren der Kirche St. Quirin, wurde damals gefeiert. Diese Kirche, die auf das Jahr 1332 datiert wird und den Heiligen Quirin, Vitus und Wolfgang geweiht ist, zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der Markt bereits 1563 von Apian in seiner Bayerischen Landesbeschreibung als gut besucht beschrieben wurde. Auch Pfarrer Handl bemerkte 1861 die Lebhaftigkeit des Marktes, der damals von fünf Bier- und einer Weinhütte sowie Tanzmusik geprägt war. Doch wie das Leben so spielt, endete die Markttradition im 20. Jahrhundert, und der letzte Quermarkt fand 1969 statt – ein trauriges Kapitel für die lokale Gemeinschaft.

Eine Tradition kehrt zurück

Doch die Geschichte des Quermarktes sollte nicht zu Ende sein. Im Jahr 2002 wurde die Tradition mit viel Engagement von der Gemeinde, lokalen Vereinen und dem Grundbesitzer Siegfried Laußer wiederbelebt. Seitdem findet der Quermarkt jeweils am dritten Sonntag nach Pfingsten statt und zieht mehr als hundert Fieranten sowie Tausende von Schaulustigen und Käufern an. Ein wahres Fest für die Sinne!

Der Markt beginnt am Sonntag um 8 Uhr mit einer Waldlermesse, gefolgt von einem Festzeltbetrieb, der um 10 Uhr mit der Festkapelle „Hofdorfer Buam“ richtig in Schwung kommt. Circa 100 Stände werden erwartet, die eine bunte Palette an Handwerkskunst, Alltagsgegenständen und kulinarischen Spezialitäten bieten. Und in diesem Jahr gibt es eine ganz besondere Neuheit: Holzschnitzereien mit Live-Vorführungen, die sicherlich viele Besucher begeistern werden.

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Vorfreude auf ein unvergessliches Wochenende

Am Samstagabend, dem 13. Juni, wird der Quermarkt mit einem festlichen Vorabendgottesdienst um 18 Uhr eingeläutet. Um 19 Uhr steht dann das Aufstellen der Vereine an, bei dem es mit Böllerschießen ordentlich krachen wird. Die Blaskapelle Michelsneukirchen wird um 19:15 Uhr einziehen und die Stimmung anheizen. Und für die Jüngsten gibt es ebenfalls viel zu erleben: Ponyreiten und eine Hüpfburg sorgen für strahlende Kinderaugen. Und wer nach einem langen Tag noch die Füße zum Tanzen bewegen möchte, kann sich ab 20 Uhr bei der Hüttendisco des Elferrats vergnügen.

Der Quermarkt bei der Kirche St. Quirin ist mehr als nur ein Marktplatz – er ist ein Ort der Begegnung, des Feierns und des Genießens. Hier wird die bayerische Tradition lebendig, und jeder Besucher kann Teil dieser bunten Geschichte werden. Also, nichts wie hin und die Vorfreude genießen!

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