Heute ist der 15.05.2026 und in Altötting gibt es Grund zum Feiern! Die Fachambulanz für Suchthilfe im Landkreis Altötting hat ihr 30-jähriges Bestehen zelebriert. Ein schickes Fest im Bürgerhaus Burghausen hat die Mitarbeiter, Betroffenen und Unterstützer zusammengebracht, um diesen wichtigen Meilenstein zu würdigen. Was für ein Weg – und was für Geschichten, die sich hinter diesen drei Jahrzehnten verbergen!

Oft arbeitet die Fachambulanz im Verborgenen. Doch sie ist eine unverzichtbare Anlaufstelle für all jene, die mit Suchtproblemen kämpfen. Bürgermeister Florian Schneider brachte es auf den Punkt: Die Einrichtung ist wie eine „Brücke“ zwischen verschiedenen Lebenssituationen. Das hat mich echt berührt! Diese Brücke ist in den letzten 30 Jahren nicht nur stabil geblieben, sondern hat sich auch an die veränderten Herausforderungen angepasst. Früher waren es vor allem Alkohol und Drogen, die die Menschen in die Abhängigkeit führten. Heute sind es auch digitale Abhängigkeiten, die uns das Leben schwer machen.

Aktuelle Herausforderungen

Die Suchtlandschaft hat sich gewandelt, und das bringt neue Herausforderungen mit sich. Hygienezwänge, Spielsucht und zwanghaftes Konsumverhalten sind jetzt genauso brisant wie die klassischen Süchte. Eine Umfrage des Deutschen Gesundheitsbarometers hat sogar ergeben, dass über ein Viertel der Befragten suchtartiges Verhalten gegenüber sozialen Medien zeigt. Unglaublich, oder? Bei 96% der Deutschen, die soziale Medien nutzen, sitzt man im Durchschnitt drei Stunden und 18 Minuten täglich vor dem Bildschirm. Da fragt man sich schon, was die Zeit mit uns macht.

Die Hochschule Macromedia in München hat herausgefunden, dass jeder vierte Deutsche bis zum Alter von 44 Jahren problematische Nutzungsmuster aufweist. Das wirft Fragen auf, die auch die Fachambulanz vor neue Herausforderungen stellen. Der Bezirk Oberbayern unterstützt die Einrichtung mit 4,23 Fachkraftstellen und 1,05 Verwaltungsstellen. Bis 2025 betragen die Gesamtkosten für Personal und Sachaufwand rund 484.000 Euro. Ein stolzer Betrag, aber die Suchtberatung wird als präventive Medizin betrachtet, die langfristig Kosten spart.

Vielfältige Angebote

Die Fachambulanz bietet eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten. Dazu gehören betreute Wohngruppen und niederschwellige Beratungsangebote – Dinge, die im Alltag oft übersehen werden. Ein besonders bemerkenswertes Projekt ist „Chillout“, das Kinder aus suchtbelasteten Familien unterstützt. Es ist nicht nur wichtig, den Betroffenen zu helfen, sondern auch die nächste Generation zu schützen. Diese Initiative zeigt, wie vielschichtig die Arbeit der Fachambulanz ist.

Die Zukunft wird nicht einfacher. Die Gesellschaft wird immer suchtbelasteter und die Fachambulanz wird voraussichtlich mehr Unterstützung benötigen. In Altötting ist die Einrichtung in der Bahnhofstraße 50 und in Burghausen am Berliner Platz 3 erreichbar. Dort finden Menschen, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben stehen, die Hilfe, die sie brauchen.