Heute ist der 28.04.2026 und in Altötting wird die Sicherheitsbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Zahlen sind erfreulich: Der Landkreis Altötting kann eine positive Sicherheitslage vermelden. Landrat Erwin Schneider hebt hervor, dass Bayern als das sicherste Bundesland gilt und Altötting sogar unter dem Durchschnitt liegt, was die Kriminalität betrifft. So ist die Kriminalität im Vergleich zu 2024 um rund 8 % gesunken, was sicherlich für die Bürger ein beruhigendes Signal ist.

Mit einer Häufigkeitsanzahl von 3426 Straftaten und einer beachtlichen Aufklärungsquote von etwa 70 % darf der Landkreis stolz auf diese Entwicklungen sein. Interessanterweise stieg die Anzahl der Polizeieinsätze auf 12.831, was einem Schnitt von 35 Einsätzen pro Tag entspricht. Doch nicht alles ist rosig: Ein besorgniserregender Anstieg bei den Sexualdelikten ist zu verzeichnen, mit insgesamt 167 Fällen, wovon 96 auf kinderpornografische Inhalte entfallen. Die Dunkelziffer dieser Taten wird als groß eingeschätzt, besonders bedingt durch die Herausforderungen, die Künstliche Intelligenz mit sich bringt.

Verkehrssicherheit und andere Herausforderungen

Im Straßenverkehr gab es im Jahr 2025 tragischerweise vier Todesfälle, jedoch waren keine Autofahrer unter den Verstorbenen. Die Hauptursachen für Unfälle sind überhöhtes Tempo, riskante Überholmanöver und Ablenkung am Steuer. Ein Blitzmarathon zeigte alarmierende Geschwindigkeitsübertretungen, was weitere Kontrollen notwendig macht. Positiv zu vermerken ist, dass die Rauschgiftkriminalität um 47 % gesunken ist, während der Schwarzmarkt durch die Teillegalisierung von Cannabis ansteigt. Dies führt zu neuen Herausforderungen, insbesondere an den Grenzen zu Österreich, wo trotz positiver Tendenzen eingeschleustes Cannabis ein ernstes Problem darstellt.

Ein weiterer Punkt, der die Sicherheitslage in der Region beeinflusst, sind die Callcenter-Betrugsanrufe, die eine Schadenssumme von über 5 Millionen Euro in Oberbayern Süd verursacht haben. Diese Art von Kriminalität stellt ein wachsendes Problem dar und erfordert ein ständiges Auge der Behörden.

Blick in die Zukunft

Die positive Sicherheitsbilanz ist ein gutes Zeichen, doch die Herausforderungen bleiben. Die Aufklärungsquote bei schweren Fällen von Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen liegt bei beeindruckenden 88 %, was zeigt, dass die Polizei und Justiz hier effizient arbeiten. Dennoch erfordert der Anstieg bei den Sexualdelikten und die Dunkelfeldproblematik eine verstärkte Aufmerksamkeit und Präventionsarbeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Landkreis Altötting in einer insgesamt positiven Sicherheitslage ist, aber dennoch wachsam bleiben muss. Die zukünftigen Maßnahmen müssen darauf abzielen, nicht nur die positiven Trends zu festigen, sondern auch die Herausforderungen aktiv anzugehen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.