In Aichach, genauer gesagt in der Schrobenhausener Straße, gab es am Samstagabend, genauer gesagt gegen 21 Uhr, einen Brand, der die Feuerwehr auf den Plan rief. Ein Passant hatte die Flammen in einem Raum des leerstehenden ehemaligen „Pilsstadls“ entdeckt und sofort die Polizei informiert. Zunächst schien es, als ob ein Vollbrand ausgebrochen wäre. Die Einsatzkräfte aus Aichach und Unterwittelsbach waren schnell zur Stelle – mit mehreren Fahrzeugen und sogar einer Drehleiter. Rund 30 Feuerwehrleute kämpften mit vereinten Kräften gegen die Flammen, die drohten, auf den Dachstuhl überzugreifen. Doch sie bewiesen großes Geschick und verhinderten Schlimmeres.

Bis kurz vor 23 Uhr waren die Flammen gelöscht. Während die Feuerwehrleute nach Glutnestern suchten, war zum Glück niemand in Gefahr. Die Straßen um den Einsatzort waren währenddessen gesperrt, was sicher für die Anwohner etwas lästig war. Was die Brandursache angeht, so war die Lage zunächst unklar. Laut Polizei und Feuerwehr könnte es sowohl Brandstiftung als auch ein technischer Defekt gewesen sein. Brandermittler der Kriminalpolizei Augsburg wurden noch am Abend erwartet, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

Ein Gebäude mit Geschichte

Der Pilsstadl, der in den 1980er- und 1990er-Jahren ein beliebtes Lokal war und sogar einen Saunabetrieb hatte, steht seit Jahren leer. Es ist nicht das erste Mal, dass es dort brennt. Bereits im Januar 2023 musste die Feuerwehr wegen eines Kellerbrands anrücken, und damals ermittelte die Polizei gegen Jugendliche wegen fahrlässiger Brandstiftung – das Verfahren wurde schließlich eingestellt. Komischerweise scheint das Gebäude eine Art Magnet für Feuer zu sein, denn es gab in der Vergangenheit immer wieder Vorfälle, die die Feuerwehr auf den Plan riefen. Ein Großbrand im Februar 1996 hatte damals zur Schließung des Lokals geführt.

Die Brandursache bleibt also ein Rätsel, und die Ermittlungen laufen noch. Die Feuerwehrleute haben bei ihrem Einsatz ihr Bestes gegeben, um schlimmeres zu verhindern. Im Nachhinein ist es ein Glück, dass die Flammen nicht auf weitere Teile des Gebäudes übergreifen konnten, denn das hätte fatale Folgen haben können. Irgendwie bleibt die Frage im Raum, warum gerade dieser Ort so oft in Flammen aufgeht. Vielleicht ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass alte Häuser ihre Geschichten durch Feuer erzählen müssen. Die Anwohner werden sich jedenfalls wünschen, dass die Brandursache bald geklärt wird, um weiteren Vorfällen vorzubeugen. Bis dahin bleibt der Pilsstadl ein Ort voller Erinnerungen – und jetzt auch voller Fragen.