Heute ist der 3.07.2026, und der Landkreis Aichach-Friedberg steht vor einer großen Veränderung in der Abfallwirtschaft. Ab 2027 werden neue Müllgebühren fällig, die für drei Jahre gelten sollen. Diese Entscheidung wurde vom Kreisausschuss getroffen, der die Eckdaten für die Neuberechnung der Gebühren festgelegt hat. Matthias Lesti, der Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft, hat im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energie über die angespannten Finanzen berichtet. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Im Jahr 2025 betrug der Verlust der Abfallwirtschaft rund 806.000 Euro. Das klingt erstmal besorgniserregend, doch die Jahresabrechnung fiel besser aus als erwartet.

Die Gründe dafür können sich sehen lassen. Höhere Einnahmen durch Altpapier – insgesamt 776.000 Euro mehr als erwartet – haben die Lage etwas entspannt. Allerdings, und das ist der Haken an der Geschichte: Zukünftige Einnahmen durch Altpapier werden voraussichtlich sinken, denn neue Verträge bieten schlechtere Konditionen. Und das ist nicht alles! Die beliebte kostenlose Sperrmüllabholung wird ebenfalls teurer. Bisher wurde dieser Service etwa 1500-mal jährlich in Anspruch genommen. Die erste Abholung wird kostenpflichtig, was über drei Jahre hinweg rund 180.000 Euro einsparen könnte. Wie hoch die Gebühr für diese Erstabholung letztendlich ausfallen wird, steht jedoch noch in den Sternen.

Steigende Gebühren auf dem Vormarsch

Die Gebühren für Hausmüll, das umfasst Rest-, Bio-, Sperr- und Problemmüll sowie Altpapier, werden voraussichtlich steigen. Die kommunale Abfallwirtschaft musste in der Vergangenheit auf Rücklagen von zehn Millionen Euro zurückgreifen, um die Gebühren stabil zu halten. Das hat zwar funktioniert, doch die Gebühren wurden seit der Jahrtausendwende achtmal gesenkt und gehören zu den günstigsten in Bayern. Ein wenig mehr für den Müll zu bezahlen, wird also vermutlich nicht zu vermeiden sein.

Für die Aufstellung einer neuen Papiertonne müssen die Bürger künftig 20 Euro auf den Tisch legen. Auch die Abgabe von Grüngut, Bauschutt und belasteten Hölzern an Wertstoffsammelstellen wird teurer. Das alles wird für viele eine Umstellung sein. Der Kreistag wird im Herbst die finale Entscheidung über die neuen Gebühren treffen. Es bleibt spannend, wie die Bürger auf diese Veränderungen reagieren werden.

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Ansprechpartner und Services der Abfallwirtschaft

Übrigens, die kommunale Abfallwirtschaft ist für die Abfallentsorgung und Wertstofferfassung im Landkreis zuständig. Bei Fragen zu Restmülltonne, Papiertonne, Biotonne oder der Sperrmüllabholung können sich die Bürger direkt an die zuständigen Ansprechpartner wenden. So stehen die Kontaktdaten für einen schnellen Austausch bereit: Telefonisch unter 08251 92-2050 oder per E-Mail an abfallwirtschaft@lra-aic-fdb.de. Übrigens, die Gelbe Tonne ist nicht im Zuständigkeitsbereich der Abfallwirtschaft – dafür ist die Fa. Kühl GmbH zuständig. Die Telefonnummer lautet 0800 4020040.

Die Abfallwirtschaft bietet zudem Informationen zur Abfallvermeidung und ressourcenschonendem Handeln an. Man könnte sagen, sie haben sich dem Ziel verschrieben, die Bürger für ein umweltbewusstes Verhalten zu sensibilisieren. In Anbetracht der bevorstehenden Gebührenerhöhungen könnte das ein wichtiger Schritt sein, um das Bewusstsein für Müllvermeidung zu schärfen. Am Ende des Tages liegt es an uns allen, wie wir mit unseren Abfällen umgehen.

Die Veränderungen in der Abfallwirtschaft sind also nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch eine Frage der Verantwortung. Schauen wir mal, wie wir alle darauf reagieren werden – und ob wir die Herausforderung gemeinsam meistern können.

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