Heute ist der 4.07.2026 und im beschaulichen Obergriesbach werden die Wogen hochgehen. Die Pläne der Deutschen Bahn, den Halbstundentakt am örtlichen Bahnhof abzuschaffen, haben bereits für ordentlich Zündstoff gesorgt. Der Landkreis Aichach-Friedberg, der sich vehement gegen diese Absicht wehrt, hat klar Stellung bezogen: So etwas akzeptieren wir nicht! Ab 2030 sollen die Züge hier nur noch stündlich halten – ein echter Rückschritt, wenn man bedenkt, wie wichtig der Halbstundentakt für Pendler und Reisende ist.

Peter Tomaschko, der CSU-Landtagsabgeordnete, hat die brisanten Pläne ans Licht gebracht. Gemeinsam mit seiner Kollegin von den Freien Wählern, Marina Jakob, hat er sich sofort für den Erhalt des Halbstundentakts eingesetzt. Und es gibt bereits einen ersten Erfolg zu vermelden: Zu den Stoßzeiten sollen die Züge tatsächlich alle 30 Minuten halten. Das ist ein kleiner Lichtblick, aber für viele ist das noch lange nicht genug.

Technik als Lösung?

Die Sorgen sind groß. Wie wird es mit den Bahnhöfen in Dasing und Aichach weitergehen? Die Befürchtungen, dass hier die Belastung steigt, sind nicht unbegründet. Die DB InfraGO plant, Kapazitätsreserven auf der Strecke zu schaffen, indem die Halte in Obergriesbach gestrichen werden. Dabei könnte moderne Technik, wie ein digitales Stellwerk am Aichacher Bahnhof, die Probleme vielleicht lösen. Das aktuelle Stellwerk, ein Relikt aus dem Jahr 1949, funktioniert nach wie vor manuell – eine echte Herausforderung für die Pünktlichkeit!

Nachdem das schreckliche Zugunglück am 7. Mai 2018, bei dem zwei Menschen ihr Leben verloren und 13 verletzt wurden, hat der Landkreis die Forderung nach einem digitalen Stellwerk erhoben. Seit Juli 2020 gibt es Pläne zur Nachrüstung, die allerdings die Einfahrt in belegte Gleise blockiert, während die Weichen weiterhin manuell gestellt werden. Landrat Marc Sturm setzt sich mit Nachdruck für die Digitalisierung ein, um die Pünktlichkeit signifikant zu verbessern.

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Ein starkes Bündnis

Die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Gemeinde Obergriesbach und den Städten Aichach und Dasing zeigt, wie wichtig es ist, die Stimme der Bevölkerung zu bündeln. Man merkt: Hier stehen nicht nur die Interessen der Pendler auf dem Spiel, sondern auch die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Das ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt, das nicht nur im Interesse der Fahrgäste ist, sondern auch der gesamten Region.

Die Forderung von Tomaschko, Modernisierungen konsequent zu prüfen und voranzutreiben, steht in direktem Zusammenhang mit der Notwendigkeit, die Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen. Denn wenn die Technik nicht mit der Zeit geht, bleibt man schnell auf der Strecke – und das will doch niemand, oder? In einer Zeit, in der alles immer schneller und effizienter wird, kann eine gute Anbindung entscheidend für die Zukunft des ländlichen Raums sein.

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