Heute ist der 20.07.2026 und wir sind in Würzburg, einer Stadt, die nicht nur für ihren Wein bekannt ist, sondern nun auch für eine ganz besondere digitale Schatzkammer. Die Universität Würzburg hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Sammlung historischer Schulwandbilder zusammengetragen, die mit über 20.000 Exemplaren die größte in Europa darstellt. Was für ein Schatz! Diese Wandbilder, die einst im Unterricht zum Einsatz kamen, erzählen Geschichten aus 150 Jahren Schulgeschichte und wurden von Dr. Ina Katharina Uphoff mit viel Hingabe geleitet.

Besonders spannend ist die Blütezeit dieser Bilder, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichten. Sie wurden für alle Unterrichtsfächer produziert und sind somit nicht nur Kunstwerke, sondern auch wichtige Zeugnisse der Bildungs- und Kulturgeschichte. Ein Highlight ist ein Schulwandbild von 1912, das den majestätischen Königssee zeigt und Teil der Serie „Geographische Typenbilder“ ist. Aber nicht nur idyllische Landschaften finden sich in der Sammlung – es gibt auch Bilder wie das, das den Abbau von Braunkohle im Tagebau und die verwendeten Maschinen zeigt. So unterschiedlich die Themen, so faszinierend die Einblicke in die damalige Zeit!

Digitalisierung für die Zukunft

Das Projekt, das vom Wissenschaftsministerium und Digitalministerium des Freistaats Bayern gefördert wird, hat sich das Ziel gesetzt, 2.222 dieser historischen Schulwandbilder für bavarikon, Bayerns Webportal für digitalisierte Kulturgüter, aufzubereiten. Darunter sind auch anatomische Darstellungen, wie das Bild „Schutzvorrichtungen am Auge. Das Sehen als Gehirntätigkeit“ aus dem Jahr 1916. Hier wird deutlich, wie viel Wissen und Kreativität in diesen alten Werken steckt. Leopold Kunert und Julia Thieme, die für das Projekt als wissenschaftlicher Mitarbeiter und studentische Hilfskraft engagiert sind, tragen ihren Teil dazu bei, dass diese Schätze nicht in Vergessenheit geraten.

Geplant sind sogar zwei digitale Ausstellungen, die der Öffentlichkeit zugänglich machen sollen, was für ein tolles Vorhaben! Es ist einfach großartig zu sehen, wie alte Traditionen und modernes Wissen miteinander verschmelzen. Die Schulwandbilder werden so nicht nur digitalisiert, sondern erhalten auch einen Platz im Herzen der Menschen – und das ist es, was Kultur lebendig macht.

VeloCore Medium

Ein Stück Schulgeschichte für alle

Diese Sammlung ist mehr als nur eine Ansammlung von Bildern. Sie ist ein Teil unserer Geschichte, ein Fenster in die Bildung unserer Vorfahren. Man kann sich nur vorstellen, wie Schüler damals vor diesen Bildern saßen, wie sie mit den Geschichten vertraut gemacht wurden, die sie erzählt haben. Das macht diese Wandbilder so wertvoll – sie sind nicht nur Kunst, sie sind ein Stück Identität. Wenn wir die Augen schließen und uns in die Schulzeit zurückversetzen, hören wir vielleicht sogar das Rascheln der Blätter, das Kritzeln der Kreide und das Murmeln der Schüler. Das wird lebendig, wenn man sich mit diesen Bildern auseinandersetzt.

In einer Zeit, in der vieles schnelllebig ist, ist es schön, solche Projekte zu sehen, die uns zurück zu den Wurzeln führen. Sie erinnern uns daran, woher wir kommen und wie weit wir gekommen sind. Und vielleicht – nur vielleicht – können wir mit diesen historischen Schätzen sogar eine Brücke zu den zukünftigen Generationen schlagen. Denn wer weiß, welche Geschichten unsere eigenen Werke eines Tages erzählen werden?

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