Am 1. März 2026 wird Pfarrvikar Gerhard Pfenning in den Ruhestand gehen. Diese Entscheidung wurde von Bischof Dr. Franz Jung bewilligt, nachdem Pfenning um seine Entpflichtung aus gesundheitlichen Gründen gebeten hatte. Der Bischof drückte seinen Dank für die langjährigen Dienste Pfenning in der Seelsorge aus.

Gerhard Pfenning wurde 1963 in Würzburg geboren und verbrachte seine Kindheit in Kürnach. Sein Bildungsweg führte ihn von 1982 bis 1983 zum Studium der Religionspädagogik in Eichstätt. Anschließend setzte er seine theologische Ausbildung in Würzburg und Benediktbeuern fort. Zudem absolvierte Pfenning ein Aufbaustudium in Jugendpastoral an der Salesianer-Hochschule in Benediktbeuern von 1988 bis 1989. Am 23. Februar 1991 wurde er von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in Würzburg zum Priester geweiht.

Vielfältige seelsorgerische Tätigkeiten

Im Laufe seiner Karriere war Pfenning in verschiedenen Gemeinden aktiv. Er begann als Kaplan in Untersteinbach, Schweinfurt-Sankt Kilian, Ebern und im Juliusspital in Würzburg. Ab 1995 übernahm er die Rolle des Diözesanstandesleiters und leitete das Erzieherteam der Schönstatt-Mannesjugend. Nach seiner Tätigkeit als Religionslehrer und Oberstudienrat an der Gewerblichen Berufsschule in Aschaffenburg ab 1996 war er von 2002 bis 2006 in der Seelsorge in Niedernberg tätig.

Im Jahr 2007 wechselte Pfenning an die Dr.-Georg-Schäfer-Berufsschule in Schweinfurt, bevor er 2008 Pfarradministrator von Schweinfurt-Sankt Maximilian Kolbe wurde. Er half aktiv in der Seelsorge des Dekanats Schweinfurt-Stadt mit. 2010 übernahm er die Vorsitzendenrolle des Trägervereins „Schönstattwerk Würzburg“ für das Schönstattzentrum Marienhöhe und war von 2014 bis 2015 stellvertretender Dekan im Dekanat Schweinfurt-Stadt.

Ruhestand und Ausblick

Nach seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst im Jahr 2017 war Pfenning wieder im Dienst des Bistums Würzburg tätig, diesmal als Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft „Oberleichtersbach/Schondra“. Im Jahr 2018 wurde er jedoch aus gesundheitlichen Gründen von seinen Aufgaben entpflichtet, blieb jedoch der Seelsorge im Pastoralen Raum Schweinfurter Mainbogen verbunden.

Das Bistum Würzburg, unter dessen Dach Pfenning so lange tätig war, ist nicht nur für seine seelsorgerischen Dienste bekannt, sondern auch für seine umfassende Rechtssammlung. Diese umfasst die geltenden partikularrechtlichen Bestimmungen, die seit 1980 im Würzburger Diözesanblatt veröffentlicht wurden. Das Würzburger Diözesanblatt dient als wichtiges Promulgationsorgan und Medium für amtliche Bekanntmachungen der Diözese.

Ein Blick auf die Ausbildung zum Priester

Das Priesterseminar in Würzburg, das bischöfliche Klerikalseminar „Pastor bonus“, ist eine entscheidende Ausbildungsstätte für angehende Priester im Bistum. Gegründet 1567, hat es eine lange Tradition in der Ausbildung von Klerikern. Derzeit sind dort neun Seminaristen eingeschrieben, und die Institution wird von Weihbischof Paul Reder geleitet. In den letzten Jahrzehnten hat das Seminar zahlreiche Veränderungen durchlaufen, darunter eine umfassende Generalsanierung zwischen 1997 und 2003. Das Priesterseminar Würzburg ist nicht nur Ausbildungsstätte, sondern auch Tagungs- und Gästehaus für das Bistum.

Pfenning’s Rückzug aus dem aktiven Dienst markiert das Ende eines Kapitels in der seelsorgerischen Geschichte der Diözese Würzburg. Seine Verdienste werden in der Gemeinschaft gewürdigt, während das Bistum weiterhin an seiner Mission festhält, den Glauben zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken.