In einem festlichen Rahmen feierte die SHK-Innung Würzburg ihr 120-jähriges Bestehen in der historischen Zehntscheune des Würzburger Juliusspitals. Bei einem glamourösen Galaabend brachte Obermeister Werner Rath zahlreiche Betriebsinhaber, Vertreter von Stadt und Landkreis, Berufsschulen, Handwerkskammer sowie Großhandel und Industrie zusammen. Ein ganz besonderer Ehrengast war Landesinnungsmeister Erich Schulz, der den Abend mit seiner Anwesenheit bereicherte und den wichtigen Wandel des SHK-Handwerks hervorhob.

„Von den Anfängen als Flaschner und Installateur hat sich unser Handwerk mittlerweile zu Klimamanagern und Umweltschützern entwickelt“, so Rath, der zugleich den engagierten Mitarbeitern der SHK-Betriebe für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Energiewende dankte. HWK-Vizepräsident Josef Hofmann überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und unterstrich die Bedeutung des handwerklichen Sektors für die Region. „Mit über 7000 Auszubildenden schlagen wir eine positive Richtung ein“, merkte Schulz an und lobte die hohe Ausbildungsquote in der Würzburger Innung.

Politische Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Doch der Blick auf die Energiewende wird häufig durch politische Unsicherheiten getrübt. So zeigt sich Rolf Schöll, Geschäftsführer der Schöll GmbH aus Tübingen, besorgt über die stagnierenden Fortschritte in der Energiewende. Sein 90 Jahre alter Betrieb, der sich auf Bad, Heizung, Sanitär und Flaschnerei spezialisiert hat, hat in den letzten Jahren verstärkt Wärmepumpen installiert, sieht jedoch den politischen Rahmen als Hindernis. Die Ampel-Koalition hatte einst eine schnelle Umsetzung angestrebt, doch wechselnde Prioritäten sorgen für Verwirrung und Unsicherheit bei den Unternehmern. Das zuletzt aufgehobene Ölkesselverbot und die neue Deadline für das Heizungsgesetz im Jahr 2045 sind nur einige Beispiele für die Unsicherheiten.

Schöll hat bereits an Schulungen zur Installation von Wärmepumpen teilgenommen, um mit den neuen Entwicklungen Schritt zu halten. „Kunden sind oft verunsichert und zögern, ihre Heizungsanlagen zu wechseln, besonders wenn sie noch funktionieren“, erklärt er. Klarere politische Vorgaben wären hilfreich, um die Situation zu verbessern und das Handwerk zu unterstützen. Auch der Fachkräftemangel bleibt eine große Herausforderung, die es zu bewältigen gilt.

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Der Zusammenhalt im Handwerk

Trotz der zahlreichen Herausforderungen und der langsamen Umsetzung der Energiewende bleibt die SHK-Branche ein zentraler Bestandteil der bayerischen Wirtschaft. Mit einem breiten Leistungsspektrum, das von der Installation und Wartung von Heizungsanlagen über alternative Energien bis hin zu Solaranlagen reicht, zeigen viele Betriebe, dass sie gut aufgestellt sind, um sich den Anforderungen der Zukunft zu stellen. Das Handwerk hat ein gutes Händchen, um die Energiewende aktiv mitzugestalten.

Die Jubiläumsfeier in Würzburg war nicht nur eine Rückschau auf die vergangenen 120 Jahre, sondern auch ein Ausblick auf die kommenden Herausforderungen. Mit einem musikalischen Beitrag der Großostheimer Musikanten wurde der Abend gebührend umrahmt und die Gemeinschaft innerhalb der Branche gefeiert. Mainpost fasst zusammen, dass der Rückblick auf die Vergangenheit zeigt, dass das Handwerk immer wieder neue Wege findet, um auch in unruhigen Zeiten erfolgreich zu sein. Die SHK-Innung ist entschlossen, die Energiewende voranzutreiben und dabei die Interessen der Betriebe klar zu vertreten.

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