Nepal hautnah: Wie ein bayerischer Bürger Leben verändert
Am 2. Juni 2026, an einem milden Sommertag in Weißenburg-Gunzenhausen, gab es eine spannende Geschichte aus Treuchtlingen zu berichten. Arthur Rosenbauer, ein engagierter Bürger dieser Region, führte eine Reisegruppe nach Nepal. Diese Gruppe, bestehend aus Mitgliedern aus Treuchtlingen und Umgebung, hatte sich aufgemacht, um weniger bekannte Ecken Nepals zu erkunden. Gemeinsam mit ihrem Guide, Min Bahadur Gubaju, ging es nicht um die üblichen Touristenpfade, sondern um authentische Erlebnisse und tiefere Einblicke in das Leben der Menschen vor Ort.
Ein ganz besonderer Halt war die Armen-Apotheke des Bir-Hospitals in Kathmandu, die die Gruppe besuchte. Hier wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Unterstützung für die Bevölkerung ist. Die Reise war nicht nur eine Erkundungstour, sondern auch ein Stück weit ein Beitrag zur Hilfe für die Menschen in Nepal, einem Land, das zu den ärmsten der Welt zählt.
Hilfe seit 2006
Bereits 2006 begab sich Arthur Rosenbauer auf seine erste Nepalreise, die tiefgreifende Spuren hinterließ. Der Fokus lag von Anfang an darauf, den Menschen zu helfen, die in prekären Verhältnissen leben – viele von ihnen an oder sogar unter der Armutsgrenze. Man kann sich kaum vorstellen, dass das durchschnittliche Einkommen in diesen Regionen bei nur 1 US-Dollar pro Tag liegt. Bildung und medizinische Versorgung sind oft unerreichbar, da die jährlichen Schulgebühren für ein Kind zwischen 500 und 600 Euro liegen. Ein Betrag, den sich viele Familien nicht leisten können.
Die Nepalhilfe Stuttgart, unterstützt von Rosenbauer, hat sich in den letzten Jahren stark engagiert. Von 2010 bis 2016 wurden Medikamente wie Schmerzmittel, Antibiotika und Dialysematerial in das Bir-Hospital geliefert. Eine Ärztin aus Hamburg und das Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg arbeiteten eng zusammen, um diese Unterstützung zu gewährleisten. Nach dem verheerenden Erdbeben im April 2015, das viele Dörfer, insbesondere in abgelegenen Regionen, zerstörte, wurde die Notwendigkeit dieser Hilfe noch deutlicher. Landrat Gerhard Wägemann übernahm die Schirmherrschaft der Nepalhilfe, die bis heute rund 110.000 Euro an Spenden gesammelt hat – ein beeindruckender Betrag, der zur Verbesserung der Lebensumstände beiträgt.
Projekte vor Ort
Ein Großteil der Mittel fließt in die Armenapotheke des Bir Hospitals. Aber das ist nicht alles! Besonders hervorzuheben sind die Projekte zur Unterstützung der Ortschaften Lapchane und Shivalaya, die vom Erdbeben stark betroffen waren. In Lapchane wird eine Schule wiederaufgebaut und mit neuen Lehrmitteln ausgestattet. Auch in Shivalaya, einer der ärmsten Regionen Nepals, erhält die dortige Schule dringend benötigte Materialien. Rund 200 Schüler werden von 10 Lehrkräften betreut – eine Herausforderung, denn viele Familien können sich das Schulgeld für weiterführende Schulen nicht leisten.
Dank der Bemühungen von Min Bahadur Gubaju und seiner Familie wird die Mittelverwendung vor Ort überwacht. Das Ziel ist klar: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, selbstständig Geld zu verdienen und eine nachhaltige Lebensgrundlage zu schaffen. Eine Vision, die nicht nur Rosenbauer, sondern auch vielen anderen am Herzen liegt.
So wird klar, dass hinter diesen Reisen mehr steckt als nur das Erleben fremder Kulturen. Es ist ein Austausch, ein Lernen und vor allem ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen, mit denen die Menschen in Nepal täglich kämpfen müssen. Und während das Abenteuer für die Reisegruppe in Nepal weitergeht, bleibt die Hoffnung, dass ihre Erlebnisse und die Unterstützung, die sie leisten, einen kleinen Unterschied im Leben der Menschen dort bewirken können.
Ein modernes Nachrichtenportal muss für alle Menschen zugänglich sein. Deshalb haben wir unser Magazin mit VeloCore konsequent nach WCAG 2.1 und BITV 2.0 entwickelt – die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom.


