Sturmchaos in Bayern: Sturmböen bis 110 km/h und ihre Folgen
Der Herbst hat uns in Bayern fest im Griff! Am Sonntag, den 25. Oktober, sorgte ein stürmisches Wetter für ordentlich Wirbel. Die Geschichte vom fliegenden Robert aus dem „Struwwelpeter“ könnte fast als Kinderlektüre für diesen Tag durchgehen. Man stelle sich vor, wie die Kleinen mit großen Augen die Seiten umblättern, während draußen die Äste tanzen und die Wolken über den Himmel rasen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Westen Bayerns sogar vor schweren Gewittern gewarnt – Warnstufe 2! Wenn das mal kein Grund ist, die eigenen vier Wände nicht zu verlassen.
Sturmböen bis zu 70 km/h fegten durch die Regionen Donau-Ries, Weißenburg-Gunzenhausen, Ansbach, Landsberg am Lech, Weilheim-Schongau, Ostallgäu, Kaufbeuren und Unterallgäu. Ein Aufenthalt im Freien? Besser nicht! Wer sich nicht gerade wie Robert in die Lüfte schwingen wollte, suchte besser Schutz. Fast alle bayerischen Regionen waren betroffen, bis auf die Ausnahmen Altötting und Rottal-Inn. In Franken gab es bereits seit den frühen Morgenstunden die ersten Warnungen vor Windböen der Stufe 1. Aber damit nicht genug – auch am Abend blieben die Warnungen aktiv, mit Böen von bis zu 60 km/h, in exponierten Lagen sogar 70 km/h.
Unwetterwarnungen und ihre Auswirkungen
In den Grenzregionen zu Österreich, Tschechien und anderen Bundesländern war es noch heftiger. Schwere Sturmböen bis 100 km/h und in Höhenlagen orkanartige Böen bis 110 km/h drohten. So, wenn man dachte, man könnte in den Bergen einfach mal so einen Ausblick genießen, war das wohl eher ein waghalsiges Unterfangen. Die Alpen waren oberhalb von 1500 Metern betroffen, während im Bayerischen Wald die Situation ab 1000 Metern kritisch wurde. In Franken war man ab Höhenlagen von 400 beziehungsweise 600 Metern vorsichtig, denn dort waren die Windgeschwindigkeiten um rund 30 km/h niedriger. Wer am Sonntag das Glück hatte, in den Bergen unterwegs zu sein, musste sich auf leichten Schneefall mit bis zu 5 cm Neuschnee einstellen – und dabei auch auf Glätte gefasst sein.
Die Nacht brachte wechselnde Bewölkung und Temperaturen zwischen 4 und 8 Grad. Am Montag? Ähnliche Temperaturen, aber größtenteils ohne Regen – der Wind blieb jedoch lebhaft. Ein kleiner Lichtblick, könnte man sagen! Aber auch in den höheren Lagen blieb der Sturm, und auf den Gipfeln der Alpen waren Orkanböen möglich. Man muss sich das mal vorstellen: Während die einen gemütlich zu Hause sitzen, haben die anderen mit heftigem Wetter zu kämpfen.
Schäden und Einsätze in der Region
In ganz Deutschland sorgten die Herbststürme für Chaos. Umgestürzte Bäume, Gebäudeschäden und Stromausfälle waren an der Tagesordnung. Im Harz wurden beispielsweise 28 Einsätze wegen umgestürzter Bäume und herabfallender Äste registriert. Glücklicherweise blieb es dort ohne Verletzte. Aber auch in Freiburg war es heftig: Dort fiel der Strom aus, und zeitweise waren bis zu 25.000 Menschen betroffen. Ein Metalldach hatte sich losgerissen und verursachte einen Kurzschluss an einem Umspannwerk. Ich kann mir nur vorstellen, wie hektisch es dort zuging! Die Universitätsklinik musste sogar Notfälle umleiten. Das ist schon krass, wenn man darüber nachdenkt.
Die Bahn hatte ebenfalls mit Einschränkungen zu kämpfen, und die Feuerwehr zählte bis Sonntagmorgen zahlreiche Einsätze. Die Wetterlage bleibt angespannt, vor allem in den Küstenregionen und höheren Lagen. Es ist also mehr als nur ein bisschen Wind, was da draußen bläst. Ab Donnerstag, dem 29. Oktober, soll sich die Wetterlage allerdings beruhigen. Mal sehen, ob wir dann wieder zu den gewohnten Herbstspaziergängen zurückkehren können.
