In der Grundschule an der Ammer, gelegen im malerischen Weilheim-Schongau, wird die Luft dünner – zumindest für die Jugendsozialarbeiterin. Mit insgesamt 348 Schülern, die kontinuierlich hinzukommen, wächst nicht nur die Schülerschaft, sondern auch die Herausforderungen, die die Fachkräfte bewältigen müssen. Die Schule bietet eine Mittagsbetreuung mit Verpflegung an, was besonders für berufstätige Eltern von großem Wert ist. Doch trotz dieser positiven Rahmenbedingungen stoßen die Jugendsozialarbeiter an ihre Grenzen.
Die Jugendsozialbeauftragte hat auf die unzureichende Arbeitszeit von 20 Wochenstunden hingewiesen, was in Anbetracht des Anstiegs der Schülerzahlen und der damit verbundenen Anforderungen nicht ausreichend ist. Johannes Lehnert vom Kinder- und Jugendbüro unterstützt diese Einschätzung und berichtet von einer Überlastung der Jugendsozialarbeiterin sowie von steigenden Überstunden. Die Situation ist ernst, insbesondere da Fachkräfte zunehmend Kinder aus Krisengebieten und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten betreuen müssen.
Erhöhung der Arbeitszeit auf dem Tisch
Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wurde ein Antrag auf Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 20 auf 26 Stunden gestellt. Dieser Vorschlag fand einstimmige Zustimmung im Weilheimer Hauptausschuss. Stadträtin Marion Lunz-Schmieder betonte die Bedeutung individueller Unterstützung für jedes Kind und unterstrich, dass keine Zeit verloren werden dürfe, um die notwendigen Ressourcen bereitzustellen.
Die Diskussion über eine mögliche Aufstockung der Arbeitszeiten in der Jugendsozialarbeit an weiteren Schulen wurde ebenfalls angeregt. Es zeigt sich, dass das Thema die Verantwortlichen auch in Zukunft begleiten wird. Denn die Notwendigkeit einer adäquaten Unterstützung ist unbestritten und betrifft nicht nur die Grundschule an der Ammer.
Ein Blick in die Zukunft
Die Erhöhung der Arbeitsstunden ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch bleibt abzuwarten, wie schnell die Umsetzung erfolgen kann. Die Herausforderungen in der Jugendsozialarbeit sind vielschichtig und erfordern ein umfassendes Konzept, das über die Grundschule hinausgeht. In einer Zeit, in der soziale Probleme zunehmen, sind solche Maßnahmen unerlässlich, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.
Der Fokus auf individuelle Unterstützung und die Erhöhung der Ressourcen ist nicht nur für die Grundschule an der Ammer wichtig, sondern könnte auch als Vorbild für andere Bildungseinrichtungen in der Region dienen. Es steht zu hoffen, dass die Diskussion im Stadtrat weiterhin aktiv bleibt und schnellstmöglich positive Veränderungen für die Schülerinnen und Schüler mit sich bringt.