Die Silvesternacht 2025/26 in der Oberpfalz verlief insgesamt zufriedenstellend, wie das Polizeipräsidium Oberpfalz feststellt. Mit über 300 Einsätzen blieb die Einsatzlage konstant im Vergleich zum Vorjahr. Während größere Ereignisse und ein friedlicher Rahmen im Vordergrund standen, kam es dennoch zu einigen nennenswerten Zwischenfällen.

Wie oberpfalzecho.de berichtet, zählte die Polizei unter anderem mehrere kleinere Brände sowie Ruhestörungen und Streitigkeiten. In Regensburg hielten sich die Menschenmengen, trotz der Feierlichkeiten, in Grenzen; die strikte Beachtung des Abbrennverbots für Feuerwerkskörper wurde weitgehend respektiert. Der Regensburger Altstadt fehlt es an der gewohnten Silvester-Pulsation, und das Personenaufkommen normalisierte sich nach Mitternacht.

Schwere Brände und Sachschäden

Leider wurden in der Oberpfalz auch einige schwere Brände vermeldet, die sämtlich zu einem Sachschaden im sechsstelligen Bereich führten. So geriet in Grafenwiesen eine Pergola in Vollbrand; die Flammen breiteten sich rasch auf den Balkon und den Dachvorsprung über. Glücklicherweise konnten sich die Bewohner rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Auch in Moosbach kam es zu einem verheerenden Brand: Eine Papiertonne entzündete sich, und das Feuer griff auf den Dachstuhl eines angrenzenden Wohnhauses über. In Weiden schließlich brannten eine Garage sowie eine Pergola nieder, und die Flammen bedrohten ein Wohnhaus. In allen drei Fällen gab es jedoch glücklicherweise keine Verletzten, wie oberpfalz-aktuell.com berichtet.

Angriffe auf Einsatzkräfte

Weniger erfreulich ist die Statistik zu den Angriffen auf Polizeikräfte: Während es im Vorjahr fünf solcher Vorfälle gab, waren es in dieser Nacht nur zwei. So wurde etwa ein 33-Jähriger in Lappersdorf festgenommen, nachdem er Beamte mit Glasflaschen beworfen hatte. Solche Vorfälle zeigen jedoch, dass nicht immer alles ruhig bleibt, auch wenn es insgesamt friedliche Feierlichkeiten sind.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich in Oberviechtach, wo ein 65-Jähriger seine Lebensgefährtin mit einem Messer bedrohte, weshalb die Polizei eingreifen musste. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und ein Kontaktverbot ausgesprochen.

Blick in die Nachbarbundesländer

Ein Blick über die Landesgrenze hinweg zeigt, dass auch andernorts, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, die Silvesterfeiern teils negativ in Erscheinung traten. Hier wurden mehrere Personen durch unkontrollierte Feuerwerkskörper verletzt, und es kam zu Ausschreitungen, bei denen Einsatzkräfte attackiert wurden. Auch große Brände in Städten wie Wuppertal und Hagen machten Schlagzeilen, während die Oberpfalz im Vergleich mit überwiegend friedlichen Feierlichkeiten glänzen kann, wie das WDR meldet.

Insgesamt zieht das Polizeipräsidium Oberpfalz eine positive Bilanz und dankt den Bürgern für eine weitgehend friedliche Feier. Polizeisprecher Krauß wünscht allen einen guten Start ins neue Jahr 2026. Bleibt zu hoffen, dass diese friedliche Tendenz auch in den kommenden Jahren anhält.