Tankrabatt und Preisschwankungen: Wie Autofahrer im Unterallgäu mit steigenden Benzinpreisen umgehen können
Die Zeiten an den Tankstellen im Unterallgäu sind turbulent, um nicht zu sagen: aufregend. Der Krieg im Nahen Osten hat die Benzinpreise ordentlich nach oben katapultiert – die magische 2-Euro-Marke ist längst überschritten. So mancher Autofahrer fragt sich: Wo bleibt die Entlastung? Zum 1. Mai 2022 senkte der Staat immerhin die Steuern auf Diesel und Benzin um rund 17 Cent pro Liter. Das klang vielversprechend, war allerdings nur bis zum 1. Juli gültig und wurde zunächst nicht verlängert. Die Gründe? Hohe Kosten und die Tatsache, dass Tankstellen nur einen Teil des Rabatts weitergaben. Da fragt man sich doch, ob das wirklich fair ist!
Doch die Preisentwicklung bleibt nicht still. Auf dem Höhepunkt des Sommers stiegen die Preise erneut, sodass die Bundesregierung sich entschloss, ab dem 1. Oktober einen weiteren Tankrabatt einzuführen. Bis zum Jahresende sollen Benzin und Diesel erneut um 17 Cent pro Liter günstiger werden. Ein wenig Licht am Ende des Tunnels, könnte man sagen. Zusätzlich plant die Regierung, über einen Spritpreisdeckel zu verhandeln. Immerhin sind die Autofahrer in diesem Land auf eine gewisse Stabilität angewiesen.
Preisvergleich leicht gemacht
Gerade wenn man denkt, die Preise könnten nicht weiter steigen, kommt die nächste Überraschung. Ein Vergleich der Tankstellenpreise kann beim Sparen helfen, denn die Unterschiede können schon mal mehrere Cent pro Liter betragen. Eine kurze zusätzliche Fahrt zur nächsten Tankstelle kann sich also durchaus lohnen. Im Landkreis Unterallgäu und in Memmingen gibt es eine Übersicht, die die aktuellen Preise aller geöffneten Tankstellen erfasst. Diese Preise werden in Echtzeit aktualisiert, sobald die Tankstellen ihre Preisänderungen an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe melden – das ist schon ziemlich praktisch!
Ein kleiner Tipp: Seit dem 1. April dürfen Tankstellen die Preise nur einmal täglich, um 12 Uhr mittags, erhöhen. Das bedeutet, dass die Preise oft kurz vor Mittag am niedrigsten sind. Eine kleine Strategie, um den Geldbeutel zu schonen, könnte also sein, vor dieser Zeit zu tanken. Preissenkungen sind jederzeit möglich – man weiß ja nie, was der Tag bringt. So gibt es auch Übersichten, die die Preisentwicklung der vergangenen 100 Tage zeigen. Wer ganz genau wissen will, wann es am günstigsten ist, kann sogar auf die letzten zehn Tage umschalten.
Der Tankrabatt im Überblick
Der Tankrabatt selbst ist ja ein ziemlich spannendes Thema. Er bezeichnet eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe in Deutschland. Die erste Maßnahme wurde vom 1. Juni bis Ende August 2022 eingeführt, und das aus gutem Grund: Die Preise waren durch die EU-Sanktionen gegen Russland nach dessen Überfall auf die Ukraine stark gestiegen. Die Senkungen waren nicht ohne, beim Superbenzin sogar um 29,55 Cent pro Liter. Ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die erwarteten Steuermindereinnahmen für diese drei Monate anfänglich auf 3,15 Milliarden Euro geschätzt wurden. Tatsächlich waren es dann sogar 3,4 Milliarden Euro.
Was bleibt, sind die Fragen, die viele beschäftigt: Wurde der Rabatt tatsächlich an die Verbraucher weitergegeben? Eine Studie des RWI zeigt, dass die preisdämpfende Wirkung im Juli und August 2022 stark abgenommen hat und sich regional sehr unterschiedlich auswirkte. Besonders in Bayern, wo die Preise tendenziell höher sind, kam der Rabatt weniger bei den Verbrauchern an – komischerweise. In Gegenden mit mehr Konkurrenz sah das Bild ganz anders aus.
Und nun, wo wir uns im Jahr 2026 befinden, gibt es erneut Pläne für einen Tankrabatt. Die Regierung hat eine Senkung der Mineralölsteuer um brutto 17 Cent je Liter für zwei Monate vorgeschlagen, um den gestiegenen Preisen entgegenzuwirken. Doch diese Maßnahmen sind nicht unumstritten. Kritiker bemängeln, dass auch wohlhabende Haushalte profitieren würden, während gezielte Hilfen für die wirklich Bedürftigen gefordert werden.
So bleibt der Blick an die Tankstellen spannend – und das Portemonnaie der Autofahrer auf der Kippe. Man weiß ja nie, was als Nächstes kommt!
