Am Abend des 1. November 2026, kurz nach Einbruch der Dunkelheit, kam es auf der B 260 zwischen Friedrichsegen und Fachbach in Richtung Bad Ems zu einem äußerst riskanten Überholmanöver. Ein dunkel lackierter VW Multivan, der im Zulassungsbezirk Unterallgäu registriert ist, schnitt einen 35-jährigen Autofahrer und ein hinter ihm fahrendes Fahrzeug. Der Clou daran? Als der Multivan überholte, kam ihm ein Auto entgegen! Die beiden überholten Fahrzeuge sowie das entgegenkommende Auto mussten stark abbremsen, um einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden. Ein verzweifelter Moment, der nicht nur Nerven, sondern auch die Verkehrssicherheit auf der Strecke auf die Probe stellte.

Die Polizeiinspektion Bad Ems hat nun die Suche nach Zeugen dieses Vorfalls eingeleitet. Besonders angesprochen werden die Insassen des entgegenkommenden Fahrzeugs – vielleicht haben sie ja einen entscheidenden Hinweis, um Licht ins Dunkel zu bringen. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 02603-9700 oder per E-Mail an pibadems.wache@polizei.rlp.de melden. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Augenzeugen finden und zur Aufklärung beitragen.

Überholmanöver mit Folgen

Doch an diesem Abend war nicht das erste Mal, dass die B 260 für gefährliche Manöver sorgte. Bereits am 22. November 2025, gegen 10 Uhr, ereignete sich auf derselben Strecke zwischen Bad Ems und Fachbach ein Verkehrsunfall, der mit einer Flucht des überholenden Fahrers endete. Ein Autofahrer, der aus Richtung Bad Ems kam, überholte in einer langgezogenen Rechtskurve einen anderen Pkw und brachte damit einen entgegenkommenden Fahrer in Bedrängnis. Um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern, musste dieser ausweichen und kollidierte dabei mit der Schutzplanke. Während das überholende und das überholte Fahrzeug einfach weiterfuhren, blieb der Geschädigte zurück. Hier wäre es ebenfalls wichtig, dass sich die Insassen des überholten Pkw bei der Polizeiinspektion Bad Ems melden – vielleicht können sie dazu beitragen, den Vorfall aufzuklären.

Solche gefährlichen Überholmanöver scheinen auf der B 260 kein Einzelfall zu sein. Laut Informationen der Polizeidirektion Montabaur kam es in den letzten Jahren immer wieder zu solchen Vorfällen. Insbesondere im Rhein-Lahn-Kreis wurde festgestellt, dass hier häufig Unfälle passieren. Die B 260 wird von vielen als gefährliche Strecke wahrgenommen, nicht zuletzt wegen der unübersichtlichen Kurven und der teils hohen Geschwindigkeiten. In einem Artikel der Rhein-Zeitung wird darauf hingewiesen, dass auch andere Bundesstraßen wie die B54 in Diez und die B260 im Lahntal ähnliche Probleme aufweisen. Es wird gefragt, welche Gründe es für diese hohe Unfallrate gibt und welche Maßnahmen ergriffen werden könnten, um die Sicherheit zu erhöhen.

Ein klarer Weckruf für alle Verkehrsteilnehmer! Es ist höchste Zeit, dass wir uns alle unserer Verantwortung im Straßenverkehr bewusst werden. Denn die Straße gehört nicht nur uns, sondern auch den anderen – und das sollten wir nie vergessen.