Heute ist der 19.04.2026 und der Blitzmarathon in Bayern hat am Mittwochmorgen begonnen und lief bis Donnerstagfrüh. Die Polizei hat in dieser Zeit mit vollem Einsatz gearbeitet und insgesamt 260 Polizistinnen und Polizisten an 118 Messstellen im Präsidiumsgebiet Schwaben Süd/West eingesetzt. Dabei wurden bemerkenswerte 28.419 Fahrzeuge kontrolliert, und die Ergebnisse sind eindeutig: 554 Temposünder wurden festgestellt, was im Vergleich zum Vorjahr (537 Verstöße) einen leichten Anstieg bedeutet.
Die meisten dieser Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden mit Verwarnungsgeld geahndet, doch einige Verkehrssünder müssen mit Bußgeldanzeigen oder sogar Fahrverboten rechnen. Der Negativ-Spitzenreiter, ein 45-jähriger Mann in einem Sportwagen, überschritt die Höchstgeschwindigkeit auf der B16 in Dirlewang um stolze 63 km/h. Er wurde mit 163 km/h bei erlaubten 100 km/h geblitzt. Nach Abzug der Toleranz bleibt eine Überschreitung von 58 km/h, was laut Bußgeldkatalog ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte im Fahreignungsregister und ein Bußgeld von mindestens 480 Euro nach sich zieht.
Ein Blick auf die Zahlen
Die Geschwindigkeitskontrollen sind kein Selbstzweck; sie dienen dem Schutz aller Verkehrsteilnehmenden, insbesondere auf Landstraßen, wo die Hauptunfallursache bei tödlichen Verkehrsunfällen nicht angepasste Geschwindigkeit ist (47%). So wurde ein 44-jähriger Fahrer eines Kleintransporters auf der Staatsstraße 2011 bei Ottobeuren mit 110 km/h statt der erlaubten 70 km/h gemessen. Auch er wird mit einem dreistelligen Bußgeld, Punkten im Verkehrsregister und einem einmonatigen Fahrverbot rechnen müssen. Ein weiterer Autofahrer, 37 Jahre alt, wurde in Heimertingen innerorts mit 32 km/h zu schnell erwischt.
Die Polizei führt den Blitzmarathon nicht nur in Bayern durch, sondern in ganz Deutschland. Die aktuelle Speedweek vom 13. bis 19. April 2026 hat das Ziel, die Verkehrssicherheit durch verstärkte Geschwindigkeitskontrollen zu erhöhen. In den teilnehmenden Bundesländern, darunter auch Bayern, konzentrieren sich die Kontrollen auf unfallträchtige Strecken und gefährdete Gebiete wie Schulen und Baustellen. Fast alle Bundesländer nehmen an dieser Aktion teil, wobei einige nur am Haupttag, dem 15. April, aktiv sind.
Verkehrssicherheit im Fokus
Der ADAC sieht den Blitzermarathon als einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Vorabinformationen über Blitzer-Standorte in Bayern, Hessen und Thüringen wurden bereitgestellt, um die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren. Die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen sind klar definiert: Bußgelder, Punkte in Flensburg und Fahrverbote sind die Konsequenzen, die es zu beachten gilt. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle zu vermeiden.
Insgesamt zeigt die aktuelle Blitzmarathon-Aktion, dass die Polizei in Bayern und ganz Deutschland entschlossen ist, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Fahrer zur Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen zu bewegen. Es bleibt zu hoffen, dass solche Maßnahmen auch in Zukunft fortgesetzt werden, um die Straßen sicherer für alle zu machen.