Heute ist der 7.05.2026 und wir werfen einen Blick auf die Sicherheitslage in Traunstein, die von Polizeipräsident Frank Hellwig und Vizepräsident Michael Siefener in einem aktuellen Sicherheitsbericht präsentiert wurde. Man könnte fast sagen, Traunstein hat sich den Ruf eines kleinen, ruhigen Paradieses in Bayern erworben – und das zu Recht! Mit 5.069 Straftaten im Jahr 2025 verzeichnet der Landkreis einen Rückgang von 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Das klingt schon mal nicht schlecht, oder?
Mit einer Häufigkeitszahl von 2.894 Straftaten pro 100.000 Einwohner liegt Traunstein deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von 4.094 und sogar dem Oberbayerischen Schnitt von 3.534. Diese Zahlen machen deutlich, dass Traunstein zu den sichersten Landkreisen in ganz Bayern zählt. Und wenn man bedenkt, dass die Aufklärungsquote im Landkreis bei 68,7 % liegt – auch wenn sie leicht gesunken ist – kann man sich doch recht sicher fühlen. Immerhin ist das immer noch über dem bayerischen (66 %) und bundesweiten Durchschnitt (57,9 %).
Die Schattenseiten der Sicherheit
Doch nicht alles ist golden, was glänzt. So stieg die Gewaltkriminalität um acht Fälle auf nunmehr 197. Die Aufklärungsquote ist dabei erstaunlich hoch: Von Körperverletzungen bis hin zu Tötungsdelikten, die Quoten liegen zwischen 87,2 % und 97,2 %. Das zeigt, dass die Polizei hier anscheinend gut gearbeitet hat, aber dennoch bleibt ein mulmiges Gefühl zurück. Man fragt sich, woher diese Gewalt eigentlich kommt. Ein Blick auf die Tatverdächtigen bringt interessante Erkenntnisse: 2.703 Personen wurden ermittelt, davon sind 33,2 % Ausländer. Und auch jugendliche Täter haben einen Anteil von 20 %, während der Durchschnitt in Oberbayern bei 34 % liegt.
Ein weiteres besorgniserregendes Thema sind die Internet-Betrügereien. Callcenter in Osteuropa verursachten über fünf Millionen Euro Schaden in 67 Fällen. Und in Traunstein wurden 286 Fälle von Internet-Betrug registriert, mit einem Schaden von über 1,4 Millionen Euro. Hier bleibt der Dunkelfeldanteil enorm – viele Opfer zeigen solche Delikte gar nicht an. Das ist schon ein bisschen erschreckend, wenn man darüber nachdenkt.
Die positiven Seiten der Polizeiarbeit
Die Polizei hat jedoch auch viel zu tun, um die Sicherheit aufrechtzuerhalten. Im Jahr 2025 sicherte sie über 1.000 größere Veranstaltungen ab. Die Einsätze am Berg haben sich verdoppelt auf 717, was natürlich mit dem veränderten Freizeitverhalten der Leute zu tun hat. Immerhin: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist stark rückläufig, mit nur 21 Fällen. Das ist definitiv ein Grund zur Freude.
Die Rauschgiftdelikte sind ebenfalls gesunken, und zwar auf 208 Fälle. Das könnte an der Cannabis-Legalisierung liegen, die hier einen positiven Einfluss zu haben scheint. Auch die Verkehrsunfälle sind gestiegen, die Polizei musste 4.704 Einsätze verzeichnen, mit 1.042 Verletzten und 11 Toten. Das sind Zahlen, die zum Nachdenken anregen.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Landrat Andreas Danzer lobte die Sicherheitslage und betonte die Notwendigkeit, Strukturen für besseren Zivilschutz zu erarbeiten. Ein weiser Gedanke, denn der ständige Wandel unserer Gesellschaft bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Fällt man mal in den Alltagstrott, könnte man leicht die Augen vor der Realität verschließen. Aber Traunstein hat das Potenzial, sich nicht nur als sicherer, sondern auch als lebendiger Ort zu präsentieren, der mit den Herausforderungen der Zeit umzugehen weiß.
Insgesamt bleibt es spannend, wie sich die Sicherheitslage weiterentwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Bürger zu schützen. Hoffen wir, dass die positiven Tendenzen anhalten und wir uns auch in Zukunft in Traunstein wohlfühlen können!