Wenn es um Stefan Mross geht, können sich die Wogen schnell heben. Der 49-jährige Volksmusik-Moderator, der seit 20 Jahren die ARD-Show „Immer wieder sonntags“ präsentiert, sieht sich momentan wieder heftigen Gerüchten rund um seinen Alkoholkonsum ausgesetzt. Letztes Jahr sorgte eine Absage für seinen Auftritt beim Oktoberfest, die wenige Stunden vor dem Event kam, für Aufregung. Mross hatte kurz zuvor auf einer Hochzeit gefeiert und will in einer SMS „logistische Gründe“ als Erklärung angegeben haben. Doch neuste Berichte lassen erahnen, dass die Gründe weitaus tiefer liegen könnten. Die Absage wurde unmittelbar von seiner Freundin Eva Luginger, die die Feier für ihre Schwester Mona beherbergte, an Mross‘ PR-Chefin Birgit Fischer-Höper weitergegeben. Diese denkt ernsthaft darüber nach, Mross nicht mehr zu betreuen, wie oe24 berichtet.

Interessant ist, dass Mross die Darstellung, er sei von der Hochzeit „rausgetragen“ worden, als „bodenlose Frechheit“ zurückweist. In einem Interview mit Merkur erklärte er, dass er Wein in Maßen genieße, und dass Abstinenz für ihn nicht in Frage komme. Auf die Frage nach seinem Alkoholkonsum äußerte er sich, dass er kein Partygänger mehr sei, jedoch ein Gläschen Wein bei einem feinen Abendessen nicht ablehne.

Alcohol und die Folgen

Doch die Problematik ist größer, als es auf den ersten Blick scheint. Laut dem Bundesgesundheitsministerium konsumieren rund 7,9 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Das Risiko für körperliche oder psychische Schäden ist damit hoch. Besonders alarmierend: Schätzungen zufolge sterben jährlich über 40.000 Menschen vorzeitig an den Folgen ihres Alkoholkonsums. In einer Gesellschaft, in der der Genuss von Alkohol oft als unkritisch angesehen wird, wird das Problem des Alkoholmissbrauchs häufig nicht ernst genommen.

Für Mross ist das alles ein heikles Thema, zumal seine Ex-Frau Anna-Carina Woitschack bereits bestätigte, dass sein Umfeld ihn aufgefordert hat, sich professionelle Hilfe zu suchen. Er selbst gibt an, dass er nicht den Eindruck eines Großstadt-Promis erwecken möchte, der über die Stränge schlägt. Doch der Druck bleibt, und der Schatten seiner Alkoholerfahrungen könnte ihm auf dem steinigen Weg zurück zu einer stabilen Karriere noch einige Male im Nacken sitzen.

Blick nach vorne

Für Mross selbst bleibt das Ziel klar: Er möchte auch weiterhin im Fernsehen auftreten und seine Fans begeistern, ohne sich von den schweren Vorwürfen drücken zu lassen. Ob ihm das gelingt, hängt vermutlich auch von seiner Fähigkeit ab, sein Verhältnis zu Alkohol und Feiern zu überdenken. Während er betont, dass er sein Leben ausbalancieren möchte, bleibt abzuwarten, ob er die nötige Unterstützung und Disziplin findet, um auf die Offensive zu gehen.