Heute ist der 21.05.2026 und es gibt traurige Nachrichten aus Bayern. Ein 79-jähriger Mann wird zurzeit intensivmedizinisch wegen einer Bornavirus-Infektion behandelt. Woher er sich das eingefangen hat, bleibt ein Rätsel. Das Landesamt für Gesundheit (LGL) hat bestätigt, dass das Virus hauptsächlich durch die Feldspitzmaus auf den Menschen übertragen wird. Dies könnte durch direkten Kontakt mit den Tieren oder deren Ausscheidungen geschehen. Doch keine Sorge: Der Amtsarzt Jürgen Dachl hat klargestellt, dass das Virus nicht von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Daher besteht keine erhöhte Gefahr für die Bevölkerung.
In den letzten Monaten gab es mehrere Fälle in Bayern, die uns aufhorchen lassen. Anfang Mai wurde in Augsburg ein ähnlicher Fall gemeldet, im Raum Bad Wörishofen gab es Ende April einen Fall, und im März wurde im Landkreis Erding eine Infektion festgestellt. Tragischerweise ist im Herbst 2025 bereits ein Mensch im Landkreis Tirschenreuth an den Folgen einer Borna-Infektion verstorben. Das Landratsamt Regen hat den aktuellen Fall in Viechtach bestätigt. Wie wir sehen, ist die Bornavirus-Erkrankung zwar selten, aber dafür umso gefährlicher. Eine Schutzimpfung gibt es nicht, und die meisten Fälle enden tödlich, oft mit schwerer Gehirnentzündung.
Der Bedrohliche Unsichtbare
Das Borna-Virus, auch bekannt als BoDV-1, zählt zu den seltensten Erkrankungen in Deutschland. Jährlich werden weniger als zehn Fälle registriert, wobei die meisten in Bayern aufgetreten sind. Die Übertragung erfolgt durch die Ausscheidungen der Feldspitzmaus, die vor allem in ländlichen Regionen lebt. Diese kleinen, nachtaktiven Tiere sind scheu und fressen gerne Insekten. Sie können Komposthaufen oder Futterbehälter aufsuchen – das sollte man im Hinterkopf behalten.
Die Symptome einer Infektion sind ernst und können zu Fieber, Kopfschmerzen, allgemeinem Unwohlsein und neurologischen Störungen führen, die im schlimmsten Fall ins Koma führen. Besonders beunruhigend ist, dass die Inkubationszeit der Infektion unbekannt ist und es keine Frühtests oder zielgerichtete Therapien gibt. Es wird empfohlen, den Kontakt mit Feldspitzmäusen und deren Ausscheidungen zu vermeiden, insbesondere wenn es um tote Tiere geht. Diese sollten mit Einweghandschuhen und einer Atemschutzmaske (FFP2 oder KN95) angefasst werden. Staubaufwirbelung beim Umgang mit Kadavern sollte unbedingt vermieden werden.
Ein Blick auf die Zukunft
Die aktuelle Situation in Bayern zeigt, dass wir wachsam bleiben müssen. Die Bornavirus-Infektionen sind meldepflichtig, und es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit über die Risiken informiert bleibt. Die Behörden untersuchen sogar, ob auch Garten- oder Hausspitzmäuse das Virus übertragen können. Klar ist: Der Schutz vor dieser heimtückischen Erkrankung liegt in der eigenen Verantwortung. Das bedeutet, dass wir uns über mögliche Infektionswege, wie verunreinigtes Wasser, Lebensmittel oder Erde, bewusst sein sollten. Eine gesunde Prise Vorsicht schadet nie.