Heute ist der 14.05.2026 und die Stadt Straubing, bekannt für ihre fruchtbaren Felder und malerischen Landschaften, wird bald zum Schauplatz eines bedeutenden Ereignisses. Am 29. April wird sich hier der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) versammeln, um über ein Thema zu diskutieren, das uns alle betrifft: die Versorgungssicherheit. Eine öffentliche Vortragsveranstaltung, die die Grundpfeiler unserer Ernährungssicherung beleuchtet und sich mit den Herausforderungen der Pflanzenzüchtung im Kontext der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen auseinandersetzt.

Stephanie Franck, die Vorsitzende des BDP, wird klarstellen, dass wir die Pflanzenzüchtung als ein ganzheitliches System betrachten müssen. Es ist kein Geheimnis, dass die Pflanzenzüchtung das Zusammenspiel von Forschung, rechtlichen Rahmenbedingungen, ökonomischen Aspekten und der landwirtschaftlichen Praxis erfordert. Und genau hier kommt die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbands, Stefanie Sabet, ins Spiel. Sie wird die Notwendigkeit betonen, Innovationen voranzutreiben, die den Transfer von der Theorie in die Praxis ermöglichen. Denn was nützen die besten Ideen, wenn sie nicht auf dem Feld ankommen?

Globale Perspektiven und lokale Herausforderungen

Ein internationales Panel mit Experten wie Michael Keller von der ISF, Garlich von Essen von Euroseeds und Dr. Carl-Stephan Schäfer vom BDP wird die Diskussion auf die globale Bühne heben. Themen wie Wettbewerbsfähigkeit, regulatorische Rahmenbedingungen und neue genomische Techniken (NGT) stehen auf der Agenda. Es wird spannend, die Meinungen über den Schutz geistigen Eigentums und die Bedeutung pflanzengenetischer Ressourcen und Genbanken zu hören. Stefan Sedlmayer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, wird zu den Herausforderungen der Zeit und der Verzahnung zwischen Forschung und Praxis sprechen – ein Thema, das in Zeiten des Klimawandels immer relevanter wird.

Übrigens, der menschengemachte Klimawandel bedroht nicht nur unsere Umwelt, sondern auch die globale Ernährungssicherheit. Laut dem Bundesentwicklungsministerium könnten landwirtschaftliche Erträge bis 2050 um 5-30% sinken, wenn wir nicht rechtzeitig handeln. Professorin Maria von Korff Schmising wird die Herausforderungen ansprechen, die sich aus dem Klimawandel ergeben, und gleichzeitig den reduzierten Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden. Hier könnte die grüne Gentechnik eine Schlüsselrolle spielen, um Pflanzen widerstandsfähiger gegen ungünstige Umweltbedingungen zu machen.

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Innovation durch Gentechnik

Veränderungen in der Pflanzenzüchtung sind nicht neu. Seit über 10.000 Jahren experimentieren wir mit Pflanzen, aber die moderne Gentechnik, insbesondere Methoden wie CRISPR/Cas9, ermöglicht es uns, gezielte Veränderungen im Erbgut vorzunehmen. Diese Möglichkeiten könnten helfen, resistente Sorten zu entwickeln, die weniger Ressourcen benötigen. Ein echter Lichtblick in Zeiten, in denen wir vor der Herausforderung stehen, mehr mit weniger zu produzieren. Doch die Skepsis gegenüber Gentechnik ist groß, vor allem von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace. Hier kommt die nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina ins Spiel, die betont, dass gentechnisch veränderte Pflanzen kein höheres Risiko bergen als konventionell gezüchtete.

Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden sollte, sind die strengen europäischen Vorschriften für gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Obwohl einige GVO in der EU zugelassen sind, bleibt der Anbau in den meisten Mitgliedsstaaten verboten. Die EU begründet diese strengen Auflagen mit dem Vorsorgeprinzip. Wissenschaftler appellieren an das EU-Parlament, die Regeln für gentechnische Methoden zu lockern, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen der 27 EU-Mitgliedsländer über die Neuregelung entwickeln werden.

Die öffentliche Vortragsveranstaltung in Straubing wird also nicht nur ein Ort des Austausches sein, sondern auch ein Aufruf zum Handeln. Die Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind komplex, aber die Lösungen liegen in der Verbindung von Forschung, Praxis und Innovation. Wir sind auf dem besten Weg, ein System zu schaffen, das nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig ist. Und das ist doch ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt!

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