Am 8. März 2026 stehen in Bayern wichtige Kommunalwahlen an, die die politische Landschaft in zahlreichen Städten und Gemeinden verändern könnten. Derzeit bewerben sich in Passau acht Kandidaten um die Nachfolge von Jürgen Dupper, dem amtierenden Oberbürgermeister, der auf eine weitere Kandidatur verzichtet hat. Dies ist nur ein Teil der Veränderungen, die sich in der Region abzeichnen.
In zahlreichen bayerischen Städten und Gemeinden, insgesamt 1900 von 2056, werden neue Bürgermeister und Bürgermeisterinnen gewählt. In 62 von 71 Landkreisen stehen ebenfalls Neuwahlen an. Ein Drittel der Amtsinhaber hat angekündigt, nicht mehr zur Wahl anzutreten, während etwa zwei Drittel weitermachen wollen. Dies zeigt, dass die Wahlen nicht nur eine Gelegenheit für frischen Wind sind, sondern auch für Bewährtes.
Kandidaten und Herausforderungen
In Passau stellt sich Christian Moser (CSU), der amtierende Oberbürgermeister von Deggendorf, erneut zur Wahl. Auch Landrat Bernd Sibler (CSU), der sein Amt erst 2022 angetreten hat, kandidiert wieder. In Dingolfing wird ein neuer Bürgermeister gesucht, da Armin Grassinger (UWG) im November 2025 zurücktritt. Fünf Kandidaten haben sich bereits zur Nachfolge aufgestellt. In der Gemeinde Reisbach stehen zwei Männer und eine Frau gegen Rolf-Peter Holzleitner (Freie Wählergemeinschaft Griesbach) an, der 2020 mit 97,16 % der Stimmen gewählt wurde.
Ein weiterer spannender Wettkampf findet im Landkreis Dingolfing-Landau statt, wo Werner Bumeder (CSU) um seinen Landratsposten kämpft. Sein Herausforderer ist Stephan Protschka (AfD), der ebenfalls in Mamming wohnhaft ist. In Freyung hat Olaf Heinrich (CSU) die Möglichkeit, als einziger Kandidat für das Amt des Bezirkstagspräsidenten zu kandidieren, während Landrat Sebastian Gruber (CSU) sich mit Sigrid Bartl (Bündnis 90/Die Grünen) auseinander setzen muss.
Wahlverfahren und politische Trends
Die Sitzverteilung bei den Kommunalwahlen erfolgt nach dem Berechnungsverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers. Dies bedeutet, dass die Gesamtstimmenzahlen der Wahlkreisvorschläge durch 1, 3, 5, 7 usw. geteilt werden, um die Sitze zu vergeben. Bei der letzten Wahl in einer fiktiven Gemeinde mit 7.000 Einwohnern und 20 Gemeinderatssitzen wurden 47.502 gültige Stimmen abgegeben. Die Verteilung der Sitze erfolgte entsprechend der höchsten Teilungszahlen.
Insgesamt zeigt sich ein Trend, dass prominente Kandidaten wie Dieter Reiter (SPD, München) und Martin Neumeyer (CSU, Kelheim) erneut antreten, während andere Amtsinhaber, wie Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) im Kreis Kulmbach, nach jahrzehntelanger Dienstzeit abtreten. Insbesondere die Themen im Wahlkampf, wie die Krankenhausreform, Sicherheit und Migration, werden die Wählerinnen und Wähler stark beschäftigen und könnten den Wahlausgang maßgeblich beeinflussen.
Die Kommunalwahl bietet eine hervorragende Gelegenheit, die politischen Strukturen vor Ort zu hinterfragen und neue Impulse zu setzen. Während einige Landräte wie Ronny Raith (CSU) im Landkreis Regen, der im Oktober 2023 gewählt wurde, nicht zur Wahl antreten müssen, stehen für viele andere Politiker spannende Herausforderungen an. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wahlen entwickeln werden und welche neuen Gesichter in den Rathäusern und Landratsämtern Einzug halten werden.
Für weiterführende Informationen zu den Wahlen und Abstimmungen in Bayern können Sie die offizielle Seite des bayerischen Staatsministeriums besuchen: Wahlen und Abstimmungen.
