Heute ist der 30.05.2026 und die Nachwirkungen des heftigen Unwetters, das am Samstag über Bayern zog, sind noch immer spürbar. Besonders betroffen war Niederbayern. Die Region hat sich in ein wahres Chaos verwandelt, vor allem im Bahnverkehr rund um Passau und den Landkreis Rottal-Inn. Wer am Wochenende mit dem Zug reisen wollte, kam oft nicht weit – die Strecke zwischen Mühldorf und Passau Hauptbahnhof war stark beeinträchtigt, und auch die Verbindung zwischen Fürstenzell und Passau wurde gesperrt. Bäume und andere Gegenstände hatten sich auf den Gleisen niedergelassen und sorgten für erhebliche Verzögerungen.
Die Polizei-Einsatzzentrale Niederbayern meldete von 16.30 Uhr bis 21 Uhr ein erhöhtes Einsatzaufkommen. Über 100 Einsätze waren nötig, hauptsächlich wegen umgeknickter Bäume, Ästen, die auf Straßen lagen, und überfluteten Straßenabschnitten. Der Starkregen auf der A3 bei Passau führte zu abgebrochenen Ästen und einer gefährlichen Situation durch Wasserpfützen. Glücklicherweise gab es keine schweren Verletzungen zu vermelden, auch wenn ein Ehepaar an der Wallfahrtskirche am Bogenberg von umgefallenen Gerüstteilen erfasst wurde und leichte Verletzungen davontrug.
Ein Blick auf die Wetterlage
Das Unwetter zog abends weiter über das südliche Oberbayern. Während es dort keine Häufung von Einsätzen gab, ist die Wetterprognose für Sonntag alles andere als rosig. Erwartet werden viele Wolken, schauerartige Regenfälle und kräftige Gewitter aus Nordwesten. Mögliche Sturmböen sind ebenfalls im Anmarsch – das Thermometer zeigt Höchstwerte zwischen 23 und 27 Grad an, doch in den Kammlagen wird es kälter. Ein wahres Wechselbad der Gefühle für alle, die sich auf einen schönen Mai-Tag gefreut hatten.
Derweil laufen die Aufräumarbeiten in den betroffenen Gebieten auf Hochtouren. Die Menschen hier sind es gewohnt, mit solchen Wetterkapriolen umzugehen, doch jedes Mal ist es eine Herausforderung. Während die Aufräumtrupps versuchen, die Schäden schnell zu beseitigen, bleibt die Frage, wie oft solche Unwetter in Zukunft noch über die Region hinwegfegen werden. Der Klimawandel ist allgegenwärtig und sorgt für neue, unerwartete Extreme.
