Heute ist der 23.05.2026 und in Starnberg brodelt es. Der Stadtrat hat jetzt endlich den Weg für ein neues Rechenzentrum im Gewerbegebiet Schorn freigemacht – nach 14 Jahren voller Diskussionen, Überlegungen und einigem Hin und Her. Was soll ich sagen? Es ist wie bei einer langen Autofahrt, die endlich zum Ziel führt, auch wenn die Strecke ziemlich holprig war. Der Starnberger Stadtrat hat die stufenweise Entwicklung aufgegeben und plant nun, auf etwa der Hälfte der 37 Hektar großen Fläche ein modernes Rechenzentrum zu errichten. Zwei Betreiber haben bereits ihr Interesse bekundet. Das ist ein guter Schritt, sagt man, für den Ausbau der Künstlichen Intelligenz (KI).
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat vor sieben Monaten einen Aktionsplan für Rechenzentren vorgestellt, und jetzt scheint die Stadtverwaltung mit großen Schritten nachzuziehen. Vizebürgermeisterin Angelika Kammerl und Stadtbaumeister Stephan Weinl haben in einer Stadtratssitzung den Plan präsentiert und die Mehrheit der Stadträte hat mit 19 zu 8 Stimmen den Vorschlägen zugestimmt. Es ist schon fast ein Wunder, dass die Grünen, die sich gegen die Pläne wehren, nicht mehr Unterstützung bekommen haben. Sie kritisieren die neuen Überlegungen und bringen wirtschaftliche Bedenken an.
Ein umstrittenes Vorhaben
Das Gewerbegebiet Schorn soll sich zu einem Hightech-Standort entwickeln. Doch wie so oft, wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Während die Mehrheit von CSU, SPD, UWG, FDP und BLS die Pläne unterstützt, gibt es einen lautstarken Widerstand von den Grünen und anderen. Die Bedenken sind nicht unbegründet; es wird befürchtet, dass die Natur und landwirtschaftliche Flächen gefährdet sind. Es ist ein ständiger Balanceakt zwischen wirtschaftlichem Gedeihen und dem Schutz unserer schönen Landschaft.
Der Stadtrat hat auch beschlossen, den Grundsatzbeschluss vom Januar 2024, der eine stufenweise Entwicklung vorsah, aufzuheben. Das Gebiet muss jedoch aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden, und die Entscheidung darüber liegt beim Kreistag. Das klingt nach viel Bürokratie, nicht wahr? Aber das ist der Preis für Fortschritt. Und der Fortschritt soll nicht nur auf dem Papier stattfinden – es wird auch Ausgleichsflächen geben, darunter Aufforstungen und andere Maßnahmen, um die Natur zu schützen. Schließlich muss man der Umwelt auch etwas zurückgeben.
Die Infrastruktur im Blick
Die Bayernwerke haben bereits zugesagt, die notwendigen Stromleitungen zu legen, und die Abwärme des Rechenzentrums soll in ein Wärmenetz geleitet werden. Gespräche über die Nutzung von Energie aus einer Geothermie-Anlage in Pullach laufen ebenfalls. Klingt ja alles sehr positiv! Aber die Diskussionen gehen weiter. Ein Antrag der Grünen auf Vertagung wurde mit 19:8 Stimmen abgelehnt – die Gegner des Vorhabens stehen vor einer Wand. Bürgermeister Patrick Janik hat die Bedenken bezüglich der Abwasserkapazitäten zurückgewiesen, während Stadtbaumeister Weinl betont, dass alle Unterlagen im Bauleitverfahren ergänzt werden.
Die Planungen für das Gebiet Schorn sind also in vollem Gange. An dieser Stelle fragt man sich, wie es weitergeht und ob es der Stadt gelingen wird, die richtige Balance zwischen Wirtschaft und Natur zu finden. Ob die geplante Ansiedlung von mittelständischen Betrieben und Hightech-Unternehmen tatsächlich gelingt, bleibt abzuwarten. Es gibt ja immerhin auch schon einen Hauch von Skepsis – insbesondere von den Grünen, die die möglichen negativen Auswirkungen auf Verkehr und Lärmbelastung betonen. Irgendwie wird es spannend bleiben!
