Neubau der Fachoberschule Germering: Ein Jahrzehnt der Hürden und Hoffnungen
Die Diskussion um den Neubau der Fachoberschule (FOS) in Germering zieht sich mittlerweile über ein ganzes Jahrzehnt. Und ehrlich gesagt, es ist höchste Zeit, dass sich hier etwas bewegt! Die Stadt München hat zwar ein Grundstück in Harthaus für den Neubau angeboten, aber finanziell beteiligt sich die Landeshauptstadt nicht. Das ist natürlich ein Schlag ins Wasser für den Landkreis Fürstenfeldbruck, der nun auf Unterstützung von Starnberg hofft. Der Landrat Thomas Karmasin ist skeptisch – er glaubt nicht, dass München auch unter neuer Führung bereit ist, sich an den Kosten zu beteiligen.
Aktuell ist die FOS in einem Provisorium untergebracht, das alles andere als ideal ist. Mit etwa 310 Schülerinnen und Schülern verteilt sich die Schülerschaft auf mehrere Gebäude, darunter ein Modulbau, Anbauten und Klassenzimmer des Carl-Spitzweg-Gymnasiums sowie Fachräume der Realschule Unterpfaffenhofen. Die provisorische Situation wird von vielen als „Katastrophe“ beschrieben. Germerings neuer OB, Daniel Liebetruth, sieht es als dringend notwendig an, eine Perspektive für die FOS Germering zu schaffen. Schließlich sollen die neuen Räumlichkeiten nicht nur Platz für 550 Schüler bieten, sondern auch zukunftsweisende Ausbildungsrichtungen in Wirtschaft, Sozialwesen und Gesundheit ermöglichen.
Die Anforderungen an den Neubau
Geplant sind insgesamt 19 Klassenräume auf über 3600 Quadratmetern, auch Fachräume, eine Bibliothek, Lehrerzimmer, Küche und Mensa gehören dazu. Die Kosten für den Neubau werden auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt – eine Summe, die nicht einfach aus der Portokasse zu zahlen ist. Besonders bemerkenswert ist, dass über 70 Prozent der Gastschüler nicht aus Fürstenfeldbruck kommen. Diese Tatsache könnte möglicherweise auch das Interesse des Landkreises Starnberg wecken, der sich bisher nicht bereit erklärt hat, das Projekt mitzufinanzieren.
Ein weiterer Knackpunkt ist der Standort. Es gibt zwei Varianten, die in der Diskussion stehen: einerseits am Schulzentrum Unterpfaffenhofen und andererseits in Kooperation mit der Stadt Germering auf dem umstrittenen Kreuzlinger Feld. Letzterer Standort ist besonders heikel, da ein Bürgerentscheid kürzlich eine große Siedlung dort abgelehnt hat. Da fragt man sich, wie viel Gewicht solche Entscheidungen in der Zukunft haben werden.
Die Herausforderungen der Vergangenheit
Die Geschichte des Neubaus ist lang und mit vielen Hürden gespickt. 2010 wurde ursprünglich ein Neubau in Olching vorgeschlagen, doch 2016 entschied der Kreistag für Germering. Seither ist es ein ständiges Hin und Her. Der Anbau des Carl-Spitzweg-Gymnasiums ist marode, nicht beheizbar und hat keine Toiletten – ein Zustand, der in der heutigen Zeit einfach nicht tragbar ist. Zudem wird die Realschule Unterpfaffenhofen keine Klassenzimmer mehr zur Verfügung stellen können, und das CSG kann nur bis 2030 aufrechterhalten werden. Das schränkt die Möglichkeiten enorm ein.
Insgesamt sieht es so aus, als ob die FOS in Germering dringend einen Umbruch braucht, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Der Druck, der auf den Entscheidungsträgern lastet, ist groß. Die Schüler und Eltern wünschen sich, dass endlich eine Lösung gefunden wird. Und während die Diskussionen weitergehen, bleibt die Frage: Wo führt der Weg hin? Die Zeit wird es zeigen.
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