In Starnberg wird die kulturelle Landschaft durch verschiedene Fördermittel lebendig gehalten, auch wenn die Kassen der Kommunen oft eher klamm sind. So fließen in diesem Jahr über 100.000 Euro in die Kulturförderung des Landkreises Starnberg, trotz der finanziellen Engpässe. Landrat Stefan Frey (CSU) hat die Bedeutung dieser Unterstützung im Kreisausschuss betont, da sie für die gesellschaftliche Teilhabe unerlässlich sei. Die Gemeinden finanzieren den Etat des Kreises über Umlagen, was die kulturelle Förderung in der Region sichert. In diesem Jahr gingen 57 Anträge zur Kulturförderung ein, von denen die meisten bewilligt wurden. Die Förderungen sind speziell für Veranstaltungen gedacht, die über die Gemeindegrenzen hinaus von Bedeutung sind. Kleinere Beträge von 200 Euro für eine Lyrikreihe oder 700 Euro für ein Ballett im Florianstadl zeigen, dass auch die kleineren Kulturprojekte nicht vergessen werden.
Das Fünfseen-Filmfestival (FSFF) ist eine dieser bedeutenden Veranstaltungen, die in diesem Jahr mit 40.000 Euro zur 20. Auflage gefördert werden, was mehr ist als im Vorjahr. Für das Festival von Matthias Helwig werden über 17.000 Besucher erwartet. Die Unterstützung kommt nicht nur aus dem Landkreis, sondern auch von den Gemeinden und dem Bezirk Oberbayern. Auch wenn der Antrag von Regisseurin Tetiana Mohilnik über 7.200 Euro abgelehnt wurde, zeigt die Gesamtzahl der bewilligten Anträge, dass die Kulturförderung in der Region ernst genommen wird. Im Kulturbereich berät der Kulturausschuss des Starnberger Stadtrats über die Zuschüsse und hat in diesem Jahr 139.000 Euro bewilligt, nur geringfügig weniger als beantragt. Das FSFF erhält 47.000 Euro Zuschuss, wobei 38.000 Euro als Projektzuschuss und 9.000 Euro für die kostenlose Nutzung der Schlossberghalle bereitgestellt werden.
Vielfalt der Förderungen
Die Vielfalt der geförderten Projekte spiegelt sich auch in den weiteren bewilligten Anträgen wider. So erhalten unter anderem die Freunde von Dinard 2.000 Euro für Konzerte und Vorträge, während der Kunstverein Starnberg 6.100 Euro für seine Jahresausstellung sowie den Internetauftritt erhält. Auch die Starnberger Musiktage und Musica Starnberg werden mit 13.930 Euro und 8.500 Euro für Jubiläumskonzerte unterstützt. Diese breite Palette an Förderungen zeigt, wie wichtig die kulturelle Arbeit für die Region ist und wie vielfältig die Angebote sind, die den Bürgern zugutekommen.
Die Förderung von Kunst und Kultur in Deutschland ist im Allgemeinen Sache der Länder und Gemeinden, gemäß dem Deutschen Grundgesetz. Der Bund trägt lediglich mit rund 2 Milliarden Euro etwa 17% der Gesamtausgaben im Bereich Kunst und Kultur. Dies verdeutlicht, wie wichtig lokale Initiativen und Förderungen für die kulturelle Landschaft sind. Die Unterstützung reicht von Bildender Kunst über Musik bis hin zu Theater und darstellenden Künsten. In Zeiten der finanziellen Unsicherheit ist es umso wichtiger, dass diese Mittel bereitgestellt werden, um das kulturelle Leben und die Lebensqualität in den Gemeinden zu fördern. Die aktuellen Fördermittel in Starnberg sind ein gutes Beispiel dafür, wie kommunale und regionale Anstrengungen in der Kulturförderung wirken können und müssen, um das kulturelle Erbe und die Teilhabe aller Bürger zu sichern.
Für weitere Informationen zur Kulturförderung können Interessierte die detaillierten Informationen auf Süddeutsche.de, Merkur.de und Deutsches-Ehrenamt.de nachlesen.