Kreative Nächstenliebe: Wie der Frauenbund Wolfratshausen Hoffnung in Krisenzeiten schenkt
Heute ist der 8.06.2026, und ich sitze hier in Starnberg und kann nicht anders, als über die beeindruckenden Aktionen des katholischen Frauenbundes Wolfratshausen nachzudenken. Diese engagierte Gruppe hat 1000 Euro gesammelt, um gleich zwei bedeutende Projekte zu unterstützen. Der Erlös stammt aus dem Verkauf von selbstgemachten Produkten, die mit viel Liebe und Hingabe entstanden sind. Zu Ostern wurden Palmbüschel und Osterkränze gebunden, und sogar 50 bis 60 Fähnchen für die Osterlämmer wurden bestickt. Das ist ja schon fast wie eine kleine Kunstform!
Die beiden Empfänger der Spenden sind die Osteuropahilfe sowie das Projekt Omnibus in München. Reiner Berchtold von der Osteuropahilfe hat dabei eindringlich die Notwendigkeit der Unterstützung für Menschen in der Ukraine hervorgehoben. Seitdem der russische Überfall im Februar 2022 die Region erschüttert hat, leben viele Menschen in einem ständigen Kriegszustand. Die Hilfstransporte, die bis an die Frontlinie gehen, sind lebenswichtig. Auch Einzelfälle wie die Unterstützung verletzter Soldaten und deren Rückkehr in die Heimat stehen auf der Agenda.
Die Realität in Osteuropa
Es ist erschreckend zu wissen, dass die Kluft zwischen Reich und Arm in Osteuropa seit dem Umbruch nur größer geworden ist. Kinder sind besonders betroffen von der zunehmenden Armut. UNICEF berichtet, dass rund 18 Millionen Kinder in Osteuropa in extremer Armut leben. Viele von ihnen haben eingeschränkten Zugang zu Bildung. Das ist ja kaum zu fassen! Einige leben gar auf der Straße und sind Ausbeutung und Willkür ausgesetzt. In Russland haben die Scheidungsraten astronomische Höhen erreicht – 83 Prozent der Ehen enden dort in einer Trennung.
Die sozialen Rahmenbedingungen sind alles andere als rosig: Hohe Arbeitslosigkeit führt zu immensem Stress in den Familien. Da können es sich viele einfach nicht leisten, sich um ihre Kinder zu kümmern. Rund 700.000 Kinder leben in staatlichen Einrichtungen, wo sie oft unzureichend auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden. Die Geschichten dieser Kinder sind oft tragisch, viele laufen im Jugendalter aus den Einrichtungen fort und landen dann auf der Straße – ein Dilemma, das die Gesellschaft nicht ignorieren kann.
Ein Lichtblick für Eltern und kranke Kinder
Die zweite Spende des Frauenbundes geht an das Projekt Omnibus in München, das Eltern von schwer kranken Kindern unterstützt. Das Projekt, 1985 von Franziskaner Michael Först ins Leben gerufen, bietet kostenfreie Unterkünfte für Eltern, die an der Seite ihrer kranken Kinder bleiben möchten. Das ist so wichtig, denn in solch schweren Zeiten ist es für die Eltern entscheidend, in der Nähe ihrer Kinder zu sein.
Am Horizont des Frauenbundes blitzt bereits das nächste Projekt auf: Im August planen sie, 180 Kräuterbuschen zu binden. Solche Initiativen zeigen, dass es auch in schwierigen Zeiten Hoffnung und Hilfsbereitschaft gibt. Die Aktionen des Frauenbundes sind ein wunderschönes Beispiel für gelebte Nächstenliebe – und das sollte uns alle inspirieren!


