In Starnberg war am vergangenen Wochenende beim Infotag für Krisenvorsorge und Bevölkerungsschutz ganz schön was los. Die Veranstaltung im Landratsamt bot den Bürgerinnen und Bürgern eine spannende Möglichkeit, sich über verschiedene Krisenszenarien und die entsprechenden Vorsorgemaßnahmen zu informieren. Mehr als 140.000 Einwohner gilt es im Ernstfall zu schützen. Doch das Landratsamt kann nicht für alle sorgen. Deshalb ist private Krisenvorsorge umso wichtiger, wie Walter Kohlenz von der DLRG betonte.

Ein Highlight des Tages war die Präsentation einer Drohne mit einer 4K-Wärmebildkamera, die zu Demonstrationszwecken von der DLRG Pöcking-Starnberg eingesetzt wurde. Diese Technik kann bei der Personensuche und zur Erkennung von Wald- und Wiesenbränden von unvergleichlichem Nutzen sein. Kohlenz erläuterte eindrucksvoll, wie solche Drohnen im Fall von Naturkatastrophen oder anderen Krisen eingesetzt werden können, um vermisste Personen schneller zu finden.

Wichtige Themen in der Krisenprävention

Die Themen, die am Infotag behandelt wurden, waren kaum weniger wichtig: Blackouts, Naturkatastrophen, Terror und sogar Krieg standen auf der Agenda. Die Präsentationen wurden von verschiedenen Rettungsorganisationen wie Feuerwehr, THW, Wasserwacht und BRK begleitet, die ihre Fahrzeuge und Ausrüstungen vorstellten. Darunter war auch ein CBRN-Fahrzeug (chemisch, biologisch, radiologisch, nuklear), das in Kürze in Starnberg bereitgestellt wird.

Wie Roland Schwankhart, Katastrophenschutzplaner, ausführte, ist es für einen Landkreis dieser Größe unabdingbar, Notfallpläne zu entwickeln. Die Liste der empfohlenen Notvorräte vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz ist dabei ein wichtiger Leitfaden. Zu den essenziellen Vorräten zählen Wasser, Lebensmittel, Medikamente und praktische Dinge wie ein Solar-Radio oder ein Gaskocher.

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Drohnen als Zukunftstechnologie im Katastrophenschutz

Der Einsatz von Drohnen ist nicht nur ein Trend, sondern wird von Organisationen wie dem THW auch intensiv erforscht. Der Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme (Tr UL) nutzt solche Technologien zur Lageerkundung in unübersichtlichen Einsatzlagen. THW berichtet, dass Drohnen helfen können, großflächige Schadenslagen zu erkunden und vermisste Personen zu lokalisieren.

Das THW verfolgt mehrere spannende Forschungsprojekte. Dazu gehören unter anderem das Projekt LarusPro zur Prüfung neuer Datensensoren und das Projekt Rescue-Mate, in dem teilautonome Drohnen getestet werden. Diese neue Technik ist ein großer Schritt in Richtung digitaler und zukunftsorientierter Einsatzbereitschaft des THW.

Für die Kommunikation im Krisenfall spielen Amateurfunker eine essentielle Rolle. Diese Fachleute sorgen dafür, dass trotz möglicher Kommunikationsausfälle Informationen weitergegeben werden können. Alfred Artner vom Deutschen Amateur-Radio-Club stellte die Bedeutung dieser Netzwerke eindrucksvoll dar.

Zusammenfassend wurde klar, dass die Krisenvorsorge in Starnberg nicht nur ein Thema für Fachleute ist, sondern für jede Bürgerin und jeden Bürger von Bedeutung. Der Infotag ermutigte die Anwesenden, sich besser auf potenzielle Notlagen vorzubereiten und sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Wer mehr über die wichtigen Aspekte der Krisenvorsorge erfahren möchte, kann die ausführlichen Informationen in der Süddeutschen Zeitung nachlesen.

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