Heute ist der 21.05.2026 und ich sitze hier in Starnberg, während das Thema um die Erdwärme Herrsching sich wie ein Kaugummi dehnt. Das Bergamt Südbayern hat der Firma Erdwärme Herrsching die Erlaubnis erteilt, in der Nähe des Naturschutzgebiets Herrschinger Moos zu bohren – nur 100 Meter entfernt! Die Genehmigung gilt für zwei Jahre und ist ganz offiziell auf der Webseite der Regierung von Oberbayern zu finden. Aber wie es oft im Leben ist, gibt es noch einen kleinen Haken: Die Gemeinde Herrsching will den Mitterweg nicht für die Erschließung des Bohrplatzes freigeben. Was für ein Zickzack-Spiel!
Der Gemeinderat hat im März beschlossen, der Familie Birner, den Betreibern der Erdwärme-Firma, einen Alternativstandort an der Seefelder Straße anzubieten. Lustigerweise waren diese Grundstücke ursprünglich für ein Gymnasium und ein Kreisklinikum vorgesehen, doch beide Projekte wurden verworfen. Ein bisschen wie ein verlorenes Puzzlestück, das einfach nicht ins Bild passt. Bürgermeister Christian Schiller hat zwar die Erlaubnis bestätigt, aber anscheinend gab es seitdem keinen weiteren Austausch mit der Familie Birner. Das ist fast schon wie ein Schwank aus dem Leben – eine Geschichte voller Missverständnisse.
Ein alternatives Grundstück?
Und dann ist da noch die Sache mit dem Alternativstandort. Schiller äußerte, dass es unverständlich sei, dass dieser nicht in die Erlaubnis einfließt, wo er doch im Bohrbereich liegt. Hier stehen die Zeichen auf Konflikt, denn Wolfgang Rupp, Pressesprecher der Regierung, erklärt, dass die Entscheidung über den Standort allein beim Vorhabenträger liegt. Ein bisschen wie ein Schachspiel, bei dem jeder versucht, seinen Zug zu machen, ohne die anderen zu berücksichtigen. Der Gemeinderat muss jetzt entscheiden, ob sie gegen den Bescheid klagen oder lieber nach einer Lösung mit der Familie Birner suchen wollen. Manchmal ist es besser, einen Schritt zurück zu treten und zu verhandeln – anstatt gleich die Fäuste zu ballen.
Das Thema Erdwärme ist natürlich nicht nur ein lokales Anliegen. In ganz Bayern gibt es Bestrebungen, alternative Energien zu nutzen und die Erdwärme als nachhaltige Ressource zu erschließen. Die Diskussionen, die hier in Herrsching geführt werden, spiegeln also einen größeren Trend wider – weg von fossilen Brennstoffen hin zu umweltfreundlicheren Lösungen. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt und ob wir bald von neuen Entwicklungen hören werden. Vielleicht wird ja doch noch ein Weg gefunden, der alle Parteien zufriedenstellt.