Heute ist der 9.07.2026 und es weht ein frischer Wind durch die Stadt Starnberg. Die Neuigkeiten rund um das Gymnasium Starnberg machen die Runde und könnten bald für Aufregung sorgen. Der Stadtrat hat beschlossen, das Gymnasium zum Schuljahr 2027/2028 in Jürgen-Habermas-Gymnasium umzubenennen. Ein Schritt, der sicherlich für Diskussionen sorgen wird!

Jürgen Habermas, ein Name, den viele kennen, hat nicht nur als weltberühmter Sozialphilosoph einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sondern auch über 50 Jahre in Starnberg gelebt. 2009 wurde er mit der Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet, was nicht gerade häufig vorkommt. Als er am 14. März 2023 im ehrwürdigen Alter von 96 Jahren starb, hinterließ er eine große Lücke – sowohl in der akademischen Welt als auch in der lokalen Gemeinschaft.

Ein offener Diskurs über die Namensänderung

Schulleiter Thomas Volz hat bereits signalisiert, dass man sich im offenen Diskurs mit dem Vorschlag des Stadtrates auseinandersetzen wird. Dabei sind auch Experten wie Professorin Ursula Münch und Historiker Norbert Frei in den Prozess eingebunden. Norbert Frei hielt eine bewegende Rede bei der Gedenkstunde für Habermas in der Frankfurter Paulskirche – ein Moment, der vielen noch in Erinnerung ist.

Die Entscheidung über die Namensänderung liegt nicht allein beim Stadtrat. Schule und Schulfamilie – das umfasst das Direktorat, das Kollegium, den Elternbeirat und die Schülermitverantwortung (SMV) – werden in einem Schulforum einen Beschluss fassen und diesen dann an das Kultusministerium weiterleiten. Volz denkt sogar über einen Habermas-Preis oder Symposien nach, um Habermas’ Erbe lebendig zu halten. Das klingt doch nach einer spannenden Idee!

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Identität und Zugehörigkeit

Ein wichtiger Punkt, den Landrat Stefan Frey (CSU) angesprochen hat, ist die Identifikation der Schulfamilie mit dem Namensgeber. Es ist entscheidend, dass der Name nicht nur auf dem Schild steht, sondern auch eine Verbindung zur Schule und zur Region herstellt. Das Gymnasium Starnberg hat sich über die Jahre hinweg eine regionale Identität erarbeitet, die jetzt vielleicht einen neuen Anstrich bekommen wird.

Die Gremien haben bereits eine Richtung für die Namensgebung vorgegeben. Der Ball rollt und die Schulgemeinschaft wird in den kommenden Monaten viel zu besprechen haben. Die Diskussionen werden sicherlich lebhaft und emotional werden, denn Namen sind schließlich mehr als nur Buchstaben – sie tragen Geschichten, Erinnerungen und Traditionen mit sich.

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