Am 26. April 2026 steht in Schweinfurt ein bedeutendes Ereignis an: Anlässlich des 40. Jahrestages der Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl findet eine Mahnwache statt, organisiert vom Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) und dem BUND – Kreisgruppe Schweinfurt. Diese Mahnwache findet von 10.30 bis 12.00 Uhr am Marktplatz in Schweinfurt statt und trägt das Motto: „40 Jahre Tschernobyl: Atomkraft – nie wieder!“. Ziel ist es, ein klares Zeichen gegen die Atomkraft und für erneuerbare Energien zu setzen. Die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe sind bis heute spürbar, denn über 300.000 Menschen verloren damals ihre Heimat und viele wurden verstrahlt, was zu Tausenden von Todesfällen führte, wie mainfranken.news berichtet.

Die aktuelle geopolitische Situation in der Ukraine verschärft die Lage, denn die Atomkraftwerke (AKWs) werden militärisch besetzt. Besonders der havarierte Reaktor von Tschernobyl, der sich im Kriegsgebiet befindet, ist erneut in den Fokus geraten. Im Zuge des russischen Angriffskriegs kam es zu heftigen Kämpfen in der Region, und die Schutzhülle des Reaktors weist erhebliche Schäden auf, die nicht repariert werden können, solange die Kampfhandlungen andauern. Auch das AKW Saporischschja steht im Zentrum der militärischen Auseinandersetzungen.

Wichtige Redner und Themen

Hauptredner der Mahnwache wird Professor Dr. Hubert Weiger sein, der ehemalige Vorsitzende des BUND. Er wird die Gefahren der Atomkraft und die Herausforderungen der heutigen Zeit ansprechen. Unterstützt wird er von Paul Winkelmann, einem Stadtrat aus Gerolzhofen, der aus der Perspektive der „jüngeren Generation“ auf die Atomfrage eingehen wird. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von Jörg Wiedersich, der mit seiner Querflöte für die passende Stimmung sorgen wird. Moderiert wird die Mahnwache von Babs Günther, die gewohnt charmant durch das Programm führen dürfte.

Die Themen, die während der Mahnwache erörtert werden, sind breit gefächert. Sie reichen von den Risiken der Atomkraft über die Lagerung von Atommüll bis hin zu den Strahlenrisiken. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die militärische und zivile Nutzung von Atomenergie, sowie die Diskussion, ob Atomenergie tatsächlich als „Klimaretter“ fungieren kann. In Anbetracht der aktuellen politischen Entwicklungen fordern immer mehr PolitikerInnen einen Wiedereinstieg in die atomare Stromerzeugung. Mit dieser Veranstaltung wird deutlich, dass das Thema Atomkraft nach wie vor hochaktuell ist und viele Menschen bewegt.

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