Heute ist der 22.04.2026, und in Schweinfurt wird ein bedeutendes Zeichen gegen die Atomkraft gesetzt. Am 26. April 1986 ereignete sich die verheerende Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl, die zu einem Super-GAU führte. Über 300.000 Menschen verloren damals ihre Heimat, und Tausende wurden verstrahlt, viele verloren ihr Leben. Die verheerenden Folgen dieser Katastrophe sind bis heute spürbar und werfen Schatten auf die aktuelle Situation in der Ukraine, wo Atomkraftwerke militärisch besetzt werden und der havarierte Reaktor von Tschernobyl im Kriegsgebiet liegt.

In Anbetracht dieser dramatischen Umstände lädt das Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft (SWAB) gemeinsam mit der BUND – Kreisgruppe Schweinfurt zur Mahnwache am Sonntag, den 26. April 2026, von 10.30 bis 12.00 Uhr auf dem Marktplatz ein. Das Motto der Veranstaltung lautet: „40 Jahre Tschernobyl: Atomkraft – nie wieder!“ Ziel ist es, ein starkes Zeichen gegen die Atomkraft zu setzen und die Notwendigkeit für den Umstieg auf erneuerbare Energien zu betonen. Themen wie die Risiken der Atomkraft, die Atommüll-Lagerung und die zivile sowie militärische Nutzung von Atom-Energie stehen auf der Agenda der Mahnwache.

Hauptredner und musikalische Beiträge

Der Hauptredner der Veranstaltung wird Professor Dr. Hubert Weiger, der ehemalige Vorsitzende des BUND, sein. Er wird seine Gedanken zur Atomkraft und deren Gefahren mit den Anwesenden teilen. Paul Winkelmann, Stadtrat aus Gerolzhofen, wird die Atomfrage aus Perspektive der jüngeren Generation beleuchten. Musikalische Beiträge von Jörg Wiedersich, der die Querflöte spielt, werden die Mahnwache zusätzlich bereichern. Die Moderation wird von Babs Günther übernommen, die das Publikum durch den Vormittag führen wird.

Ein starkes Zeichen für die Zukunft

Die Mahnwache ist nicht nur eine Gedenkveranstaltung, sondern auch ein Appell an die Politik, die Bedenken über die Atomkraft ernst zu nehmen. Immer mehr PolitikerInnen fordern einen Wiedereinstieg in die atomare Stromerzeugung, während die Risiken und die unzureichende Lagerung von Atommüll weiterhin ungelöst bleiben. In diesen unsicheren Zeiten ist es wichtig, dass die Stimme der Zivilgesellschaft gehört wird.

Die Situation in der Ukraine hat sich in den letzten vier Jahren weiter verschärft, und die Schutzhülle des havarierten Reaktors von Tschernobyl ist stark beschädigt. Solange die Kampfhandlungen andauern, ist eine Reparatur nicht möglich. Auch das AKW Saporischschja steht im Zentrum des Kriegsgeschehens, was die Ängste vor einer weiteren nuklearen Katastrophe schürt.

Die Mahnwache bietet somit eine Plattform, um über die Risiken der Atomkraft zu diskutieren und für eine Zukunft ohne Atomenergie zu kämpfen. Es ist ein Aufruf, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und sich für erneuerbare Energien einzusetzen, um eine sichere und nachhaltige Energieversorgung für alle zu gewährleisten.