Die Hochsommerhitze und die damit verbundenen Trockenheitsbedingungen haben zuletzt in Bayern zu mehreren schweißtreibenden Löschaktionen geführt. Im Landkreis Schwandorf und Cham brachen am Mittwoch prägnante Waldbrände aus, die die Einsatzkräfte bis in die Nacht beschäftigten. So berichtete Ad-Hoc-News über die brisante Situation, die durch die aktuell zweithöchste Waldbrandwarnstufe 4 noch verschärft wird.

Besonders betroffen waren zwei Brandherde im Landkreis Schwandorf. Nahe Muckenbach und Nittenau standen rund 6.500 Quadratmeter Wald in Flammen. Hier waren etwa 120 Helfer im Einsatz, die sich durch schwer zugängliches Gelände kämpfen mussten. Die Rettungskräfte mussten ihre Ausrüstung bis zu 100 Meter zu Fuß transportieren, um die Flammen unter Kontrolle zu bekommen. Unterstützung erhielten die Feuerwehrleute durch Drohnen, die zur Lageeinschätzung eingesetzt wurden, und durch lokale Landwirte, die mit Güllefässern voll Wasser aushelfen konnten.

Dringlicher Einsatz in Teublitz und Cham

Ein weiterer Brand, der am Dienstagabend um 18.30 Uhr in Teublitz-Loisnitz ausbrach, forderte 250 Feuerwehrleute auf einer Fläche von 5.500 Quadratmetern. Bis Mitternacht gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, während 30 Einsatzkräfte die Brandstelle morgens sicherten.

Im angrenzenden Landkreis Cham entbrannte gegen 20 Uhr ein Feuer nahe dem Bahnhof Neubäu. Diese Flächen brannten von anfangs 2.000 Quadratmetern rasch auf 1,2 Hektar. 204 Feuerwehrleute waren gefordert, um die schwierige Wasserversorgung zu bewältigen und das Feuer zu kontrollieren. Dramatisch war die Unterstützung durch einen Polizeihubschrauber, der mit einer Wärmebildkamera die Löscharbeiten mittels Luftbeobachtung unterstützte.

VeloCore Medium

Vorwarnung und Hilfe

Die Situation bleibt angespannt. In ganz Deutschland ist wegen der anhaltenden Trockenheit hohe Waldbrandgefahr ausgerufen worden, und die Behörden appellieren an die Bevölkerung, besonders vorsichtig zu sein. Ein Blick nach Brandenburg zeigt, dass dort ebenfalls Waldbrandwarnstufe 4 gilt, was die Problematik noch verstärkt.

Die Landkreise Schwandorf und Cham haben besonders zur Zusammenarbeit aufgerufen: „Wir müssen zusammenhalten, um solche Gefahren als Gemeinschaft zu bekämpfen“, machte ein Feuerwehrsprecher deutlich. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Tage mehr Regen und damit eine Entspannung der Lage bringen.

In den nächsten Tagen wird mit einer weiteren Überwachung der Brandstellen gerechnet. Der lokale Wetterbericht gibt jedoch keine große Hoffnung auf Niederschlag; die Feuerwehr ist also in Lauerstellung. In Anbetracht der Vielzahl von jüngsten Bränden und der Ermittlungen zu vorsätzlicher Zerstörung in anderen Regionen ist die Situation ernst zu nehmen.