In Bayern tut sich gerade einiges im Bereich der erneuerbaren Energien. Unter dem Motto „BBV setzt Trends – Energien für die Zukunft“ hat der Bayerische Bauernverband eine neue Reihe ins Leben gerufen, die sich mit den Chancen und Herausforderungen der Energiewende in der Landwirtschaft beschäftigt. Das erste Thema, das beleuchtet wird, ist die Situation der Biogasanlagen, die zunehmend unter Druck geraten sind – insbesondere nach dem Auslaufen der EEG-Förderung. bayerischerbauernverband.de berichtet, dass im Rahmen einer Machbarkeitsstudie in den Landkreisen Altötting, Mühldorf am Inn und Rottal-Inn über 200 Biogasanlagen strategisch zusammengeschlossen werden sollen, um Gas aufzubereiten und ins Netz einzuspeisen.

Aber auch die Windkraft kommt nicht zu kurz. Ein weiterer Fokus der Reihe liegt auf dem Thema „Windkraft im Wald“, das sich insbesondere an Waldbesitzer richtet. Hier wird über die Naturverträglichkeit, die wirtschaftlichen Perspektiven und die praktische Umsetzung diskutiert. In diesem Kontext ist der Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und der Praxis von großer Bedeutung, um tragfähige Lösungen zu finden, die für alle Beteiligten akzeptabel sind.

Landwirtschaft als Energiequelle

Wussten Sie, dass landwirtschaftliche Betriebe nicht nur Lebensmittel, sondern auch Energie erzeugen? Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle bei der Energiewende, indem sie verschiedene erneuerbare Energiequellen nutzt. Laut landschafftwerte.de sind die wichtigsten erneuerbaren Energien in der Landwirtschaft die Sonnen-/Solarenergie, die Windenergie und Biogas.

Die Photovoltaik, die Sonnenlicht in Strom umwandelt, ist besonders effektiv auf großen Dachflächen von Betriebsgebäuden. Die Kombination aus Landwirtschaft und Solarstromproduktion, auch Agri-Photovoltaik genannt, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Windenergie liefert aktuell über 25% des Strombedarfs in Deutschland und ist nicht mehr wegzudenken.

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Biogas und die Zukunft

Ein weiteres wichtiges Element ist Biogas, das durch die Vergärung organischer Stoffe in Biogasanlagen entsteht. Dieses kann sowohl in Strom als auch in Wärme umgewandelt werden und bietet den Vorteil, dass es speicherbar und damit wetterunabhängig ist – ideal zur Ergänzung von Wind- und Solarenergie. Aktuell speisen rund 9.500 Biogasanlagen in Deutschland jährlich etwa 3,6 Terawattstunden Strom ins Netz. Diese Entwicklung ist auch Teil der Strategie der Bundesregierung, die Klimaneutralität bis 2045 anzustreben, und in dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt ist.

Die Landwirtschaft hat bereits einen bedeutenden Beitrag geleistet, indem sie die Treibhausgasemissionen von 85 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 1990 auf 63 Millionen Tonnen im Jahr 2023 gesenkt hat. Ein weiteres Augenmerk liegt auf den Förderprogrammen für Photovoltaik, Windkraft und Biogas sowie den vereinfachten Genehmigungsverfahren für Solaranlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden.

Die neue Reihe des Bayerischen Bauernverbandes wird kontinuierlich erweitert, um über die neuesten Entwicklungen in der Energiewende zu informieren. Interessierte können den Newsletter abonnieren oder dem Instagram-Kanal @bayerischerbauernverband folgen, um keine Folge zu verpassen. Es ist klar: Die Landwirtschaft ist auf dem Weg zu einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Energiemodell und hat dabei ein gutes Händchen für innovative Lösungen.