Endlich ist es wieder soweit! Nach einer dreijährigen Pause fand der Mittelmosel-Triathlon (MMT) in Bullay statt, und die Stimmung war einfach elektrisierend. Es war, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Jens Roth, der sechsmalige Deutsche Crosstriathlon-Meister, setzte sich gleich wieder an die Spitze und krönte sein Comeback mit einem grandiosen Sieg. Vor 16 Jahren hatte er hier seinen ersten Schritt in die Ausdauersportwelt gemacht, und jetzt, im zarten Alter von 38 Jahren, zeigt er, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

Die Wassertemperatur der Mosel war mit mehr als 25 Grad angenehm warm. Viele der Teilnehmer, darunter auch Roth, wagten den Sprung ins kühle Nass ohne Neoprenanzug. 700 Meter schwamm er und kam als Erster aus dem Wasser. Das Gefühl, als er das kühle Wasser hinter sich ließ, muss einfach überwältigend gewesen sein. Auf der anschließenden Radstrecke von 20 Kilometern konnte er seinen Vorsprung auf Jonas Breinlinger auf eineinhalb Minuten ausbauen. Die Strecke hatte es in sich: Ein steiler Anstieg zum Zeller Höhenstadtteil Barl, der Monte Barlo, mit bis zu 12% Steigung, stellte so manchen Radler vor eine Herausforderung. Aber Roth? Der nahm das mit Bravour. Nach 7,5 Kilometern war die Mühe fast vorbei, die Höhenmeter weitestgehend abgefahren.

Ein neuer Laufkurs

Die Laufstrecke war exakt fünf Kilometer lang. Das war ein Unterschied zu vor drei Jahren, als die Wendemarke zu früh aufgestellt wurde und Roth nur etwa 3,5 Kilometer laufen musste. Es ist schon verrückt, wie solche Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen können. Der flache Wendepunktkurs entlang des Moselufers war perfekt, die neue Strecke zum Ortausgang wurde nach dem MMT 2023 komplett erneuert. Ich kann mir vorstellen, dass die Teilnehmer bei den Streckenchecks an Fronleichnam mit 20 Leuten schon ordentlich ins Schwitzen kamen! Es ist einfach schön zu sehen, wie die Gemeinschaft zusammenhält und sich auf den Wettkampftag freut.

Die Begeisterung der Teilnehmer war spürbar. Sie schienen sich alle einig zu sein: Der MMT ist ein Event, das man nicht verpassen sollte. Die Radstrecke war am Wettkampftag vollgesperrt, was für eine besondere Atmosphäre sorgte. Man konnte die Vorfreude in der Luft förmlich riechen – eine Mischung aus Schweiß, frischer Luft und der Aufregung vor dem Wettkampf. Und wenn man bedenkt, dass die meisten Schwimmer die 700 Meter ohne Neoprenanzug gemeistert haben – Hut ab!

VeloCore Medium

Der MMT hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Die Rückkehr nach Bullay hat dem Event neuen Schwung verliehen. Es bleibt spannend zu sehen, was die nächsten Jahre bringen werden, aber eines ist sicher: Jens Roth hat mit seinem Sieg gezeigt, dass er weiterhin eine großartige Figur im Triathlon-Sport macht. Und wer weiß, vielleicht sehen wir in Zukunft noch mehr von ihm und anderen talentierten Athleten, die diesen Sport in der Region weiter beleben.

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