Am Samstag, dem 09. Mai, war es endlich soweit: Die Stadt Roth feierte den „Tag der Städtebauförderung“ und gleichzeitig das 50-jährige Jubiläum der Städtebauförderung. Ein Anlass, der gebührend gefeiert werden wollte! Vor dem beeindruckenden Schloss Ratibor hing eine prächtige Luftballongirlande, die mit einer roten „50“ den besonderen Tag markierte. Es war, als ob die Stadt selbst ein bisschen aufgeregt war – und das zu Recht!

Stadtbaumeister Wolfgang Baier und die leidenschaftliche Gästeführerin Marlene Lobenwein führten die versammelten Mitglieder des Stadtrates und interessierte Bürgerinnen zu den Orten, die in den letzten Jahrzehnten von der Städtebauförderung profitiert haben. Marlene erzählte mit viel Enthusiasmus von der historischen Entwicklung der Stadt, während Baier mit einem Blick in die Zukunft die geplanten Projekte im Sanierungsgebiet der Rother Kernstadt vorstellte. Unter diesen Projekten sticht die Neuentwicklung des Rother Neulands sowie die Sanierung des Gebäudes an der Bahnhofstraße 11–13 hervor. Da war sie, die Vision für ein modernes Roth!

Ein Blick in die Vergangenheit

Roth hat eine bewegte Geschichte, die bis in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts zurückreicht, als die Stadtrechte verliehen wurden. Damals wurde eine Stadtmauer erbaut, die die Stadt bis heute teilweise umschließt. Diese Mauer aus Sandsteinen schützte eine Fläche von 5,3 Hektar und erstreckte sich über 340 Meter in Nord-Süd-Richtung und 200 Meter in Ost-West-Richtung – beeindruckend, oder? Sie hatte eine Höhe von rund sechs Metern und eine Dicke bis zu zwei Metern! Außerdem gab es einen Wehrgang mit Schießscharten, der für die Verteidigung gedacht war.

Die Stadtmauer war nicht nur ein Schutz, sondern auch ein Ort der Zuflucht. Zwischen 1526 und 1626 fanden rund 1100 Asylsuchende in Roth ein neues Zuhause. Diese Menschen kamen aus dem gesamten deutschen Reich und sogar aus dem europäischen Ausland – eine Vielfalt, die man sich heute kaum mehr vorstellen kann. Die Gebühren für das Aufenthaltsrecht wurden mit dem Freiungsgulden bezahlt. Die Mauer hatte sogar ursprünglich 13 Wehrtürme, von denen einige bis heute erhalten sind, und zwar mit viel Liebe zum Detail restauriert. Ehrlich gesagt, bei all diesen historischen Fakten könnte man glatt einen ganzen Tag damit verbringen, die Stadtgeschichte zu erkunden!

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Das Jubiläumsfest und was noch kommt

Zurück zum Jubiläum: Um 12 Uhr fand die offizielle Eröffnung im Foyer des Markgrafensaals statt. Der Erste Bürgermeister und der Stadtbaumeister begrüßten die Anwesenden in einer herzlichen Atmosphäre. Nach der Eröffnung wurde der Jubiläumsfilm „50 Jahre Städtebauförderung – Eine Stadt verändert sich“ gezeigt, der die Stimmen von Entscheidungsträgerinnen und Eigentümerinnen einfangen konnte. Dieser Film ist übrigens auf der städtischen Webseite zu finden – ein Muss für alle Geschichtsinteressierten!

Die Feierlichkeiten boten viel Abwechslung: Gäste konnten eine Innenausstellung besuchen, an einer Pflanzentauschbörse teilnehmen und am Glücksrad kleine städtebauliche Mitgebsel gewinnen. Für die kleinen Besucher gab es einen Malwettbewerb und eine Bauecke, die die Kinderaugen zum Strahlen brachten. Es war ein Fest für die ganze Familie, das die Bürgerinnen näher zusammenbrachte und die Verbindung zur Stadtgeschichte stärkte.

Und das war erst der Anfang! Der Tag bildete den Auftakt für weitere Aktionen im Jubiläumsjahr. Projekte mit Schulklassen, Seniorengruppen und Informationsveranstaltungen stehen auf dem Programm. Zudem wurde eine digitale Stadtrallye ins Leben gerufen, um den Bürger*innen einen interaktiven Zugang zur Stadtentwicklung zu bieten. Wer hätte gedacht, dass Geschichte so lebendig sein kann?

Eine Jubiläumsbroschüre und eine Outdoor-Ausstellung wurden ebenfalls erstellt, um zentrale Projekte der letzten 50 Jahre zu dokumentieren. Es ist spannend zu sehen, wie sich Roth über die Jahre verändert hat und welche Pläne noch in der Pipeline stecken. Die Stadt hat die Zukunft fest im Blick, und wir dürfen gespannt sein, was noch kommt!

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