QueerBooks in Bern: Ein Paradies für Vielfalt in der Literatur!
Der Juni steht ganz im Zeichen der Pride Month und beleuchtet die vielseitige Welt der queeren Literatur. Dieses Jahr hat die LGBTQIA+ Community besonderen Grund zum Feiern, denn zahlreiche Verlage und Buchhandlungen zeigen sich für ihre Vielfalt stark. Ein herausragendes Beispiel ist die Buchhandlung QueerBooks in Bern, die sich auf queere und feministische Literatur spezialisiert hat und damit auch in der breiteren Buchlandschaft auf sich aufmerksam macht. Patrick Roth, gelernter Buchhändler und Teil des Teams, erinnert sich an seine eigene späte Entdeckung der Literatur, konkret an den queeren Roman „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel, der bereits 1998 veröffentlicht wurde. Die Buchhandlung fördert nicht nur das Lesen, sondern auch das Verständnis für Diversität und Stolz.
QueerBooks ist eines der wenigen Geschäfte in der Schweiz, das sich gezielt mit dieser Literatur auseinandersetzt. Gegründet wurde das Sortiment der Buchhandlung Weyermann, zu der QueerBooks gehört, ursprünglich 1966 mit einem Fokus auf Spiritualität und Esoterik. Nach der Übernahme der Frauenbuchhandlung Candinas im Jahr 2011 durch Weyermann wurde das Angebot unter Roths Leitung erweitert und die Marke „QueerBooks“ im Jahr 2013 ins Leben gerufen. Heute umfasst ihr Sortiment eine Vielzahl an queeren und feministischen Werken, darunter Kinderbücher, Jugendromane und Sachliteratur. Rund 20% der Bücher sind auf Englisch, der Rest in deutscher Sprache.
Ein Blick auf Queere Literatur und Verlage
Der Pride Month, der vergangene Woche begann, zelebriert Diversität und Toleranz. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten haben verschiedene Verlage besondere Aufmerksamkeit eingeräumt, die die queere Literatur fördern. Der Querverlag, als erster lesbisch-schwuler Buchverlag in Deutschland gegründet, sowie Verlage wie Ylva, der Himmelstürmer Verlag und viele andere bieten Bücher an, die sich mit schwulen und lesbischen Themen sowie queer-feministischen Aspekten beschäftigen. Neugierige Leser:innen können sich auf Entdeckungsreise in diese bunten Bücherwelten begeben, die nicht nur belletristische Werke, sondern auch Sachbücher umfassen.
Besonders auffällig ist das gestiegene Interesse an queeren Themen in größeren Buchhandlungen. Roth und seine Kollegin Leutert von QueerBooks sehen die wachsende Präsenz dieser Literatur positiv und möchten ihr Angebot weiter ausbauen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Immer mehr junge Leute frequente die Buchhandlung, und das Interesse an Sachbüchern hat in letzter Zeit stark zugenommen.
Literatur zur Stärkung von Sichtbarkeit
Das Bewusstsein für die Rechte und die Sichtbarkeit queerer Menschen wurde stark durch Ereignisse wie die Stonewall-Aufstände 1969 geprägt. Im Laufe des Monats werden viele Bücher empfohlen, die diese Themen aufgreifen. Beispiele dafür sind „Felix ever after“, das die Herausforderungen eines trans* Künstlers behandelt, und „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“, wo es um Identität und Vergänglichkeit geht. Auch Titel wie „Ich bin Linus“, ein Sachbuch über den Weg eines trans* Mannes, können auf großes Interesse stoßen.
In Zeiten der digitalen Revolution hat QueerBooks auch ihren Onlinehandel ausgebaut, jedoch zeigt der Umsatzverlauf, dass die Leute wieder vermehrt in die Straßenbuchhandlung einkaufen. Über 60% des Umsatzes stammen mittlerweile vom stationären Einzelhandel. Die positive Resonanz von der Kundschaft ist häufig und bestärkt Roth und sein Team, die Buchhandlung als einen Ort der Vielfalt und des Austausches zu fördern. Außerdem planen sie, interessante Veranstaltungen für die Community und Leseratten anzubieten, um so den Zusammenhalt zu stärken.
In Anbetracht dieser vielfältigen Entwicklungen wird klar: Bücher sind mehr als nur Druck auf Papier. Sie sind ein Sprachrohr für Identitäten, Herausforderungen und ganz unterschiedliche Geschichten. Und das alles unter dem bunten Regenbogen der Vielfalt, der diese Welt so viel reicher macht.
Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unser Website-System erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – von semantisch korrektem Markup über ausreichende Kontraste bis zur vollständigen Tastaturbedienbarkeit. Umgesetzt wurde dies durch Daniel Wom / VeloCore mit einem durchgängig barrierefreien Ansatz.


