Heute ist der 19.04.2026 und wir freuen uns, Ihnen von einer herausragenden Persönlichkeit in der Welt der zeitgenössischen Musik zu berichten: Katharina Roth. Die 1990 in Koblenz geborene freischaffende Komponistin hat sich mit ihrem kreativen Schaffen einen Namen gemacht, insbesondere im Bereich der Kammer- und Vokalmusik sowie im Musiktheater. Ihre beeindruckende Karriere wird nun durch die Ernennung zur „ZZM-Composer in Residence 2025/26“ gekrönt, ein Titel, der mit einem Kompositionsauftrag verbunden ist und vom Zentrum Zeitgenössischer Musik (ZZM) jährlich vergeben wird.
Katharina Roth hat im Laufe ihrer Karriere mit namhaften Ensembles zusammengearbeitet, darunter das Ensemble Modern, Slagwerk Den Haag, die Company of Music, FontanaMIX, die Neue Vocalsolisten Stuttgart und Schallfeld. Ihre Werke sind vielfältig und reichen von „Snake Charmer“ (2013) über „Tot ist das Mädchen“ (2024) bis hin zu „Lost“ (2025). Ein besonderes Highlight wird die Uraufführung ihres Auftragswerkes „schweben“ für das Ensemble NeuRaum am 6. März 2026 im Neuen Saal des Klagenfurter Konzerthauses sein.
Ein kreatives Schaffen
Katharina Roths musikalische Ausbildung ist ebenso bemerkenswert wie ihr künstlerisches Schaffen. Sie studierte Komposition bei Dieter Mack in Lübeck, Daniel D’Adamo in Reims und Carola Bauckholt in Linz. Ihr Studienaufenthalt in Bhopal, Indien, wo sie sich intensiv mit der traditionellen indischen Dhrupadmusik auseinandersetzte, hat ihre Perspektive auf Musik nachhaltig geprägt. Diese Erfahrungen fließen in ihre Kompositionen ein und verleihen ihnen eine einzigartige Tiefe.
Im Jahr 2020 gründete sie das Lizard Ensemble in Linz, das sich der Aufführung zeitgenössischer Musik widmet. Zudem war sie von 2021 bis 2023 Stipendiatin der „Akademie Musiktheater heute“ und erhielt 2023 ein Stipendium der Jungen Akademie der Akademie der Künste in Olevano, Italien. Ihre außergewöhnlichen Leistungen wurden 2024 mit dem österreichischen Staatsstipendium ausgezeichnet, und seit Oktober 2024 teilt sie ihr Wissen als Lehrende am Institut für Komposition, Dirigieren und Computermusik der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.
Ein Blick in die Zukunft
Die kommende Uraufführung von „schweben“ verspricht ein aufregendes Ereignis für die Musikszene zu werden, insbesondere da sie durch Werke von Salvatore Sciarrino („Omaggio a Burri“) und Dieter Mack („Kebyar“) ergänzt wird. Der Mitschnitt des Konzertes wird die Möglichkeit bieten, Katharina Roths innovative Kompositionen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und ihre Bedeutung in der zeitgenössischen Musik weiter zu festigen.
In der heutigen Zeit, in der Musik eine immer wichtigere Rolle spielt, ist Katharina Roths Weg ein inspirierendes Beispiel für Kreativität und Hingabe. Wir dürfen gespannt sein, welche weiteren Meilensteine sie in der Zukunft erreichen wird.