In der malerischen Kulisse von Rosenheim spielt Max Müller seit nunmehr 25 Jahren die Rolle des Polizeihauptmeisters Michi Mohr in der beliebten ZDF-Krimiserie „Rosenheim-Cops“. Neben seiner Kollegin Karin Thaler ist er einer der wenigen Schauspieler, die von der ersten Folge an dabei sind. Doch trotz des langjährigen Erfolgs und der vertrauten Gesichter am Set, hat Müller eine eher skeptische Sicht auf die Freundschaften innerhalb der Schauspielbranche.

In einem aufschlussreichen Interview äußerte er, dass er nicht an echte Freundschaften unter Kolleg:innen glaubt. Seine Erfahrungen mit sogenannten Freunden haben ihn geprägt und dazu geführt, dass er lieber auf „gute Bekanntschaft und Kollegialität“ setzt. Müller ist der Meinung, dass Egoismus und Konkurrenzdruck in der Schauspielwelt wahre Freundschaft unmöglich machen. Stattdessen pflegt er enge Beziehungen zu zwei besten Freunden, die nicht im Showgeschäft tätig sind. „Wahre Freundschaft unter Kollegen funktioniert nicht“, so Müller, und diese Haltung bringt er auch in die entspannte Atmosphäre am Set ein, die er als „meist recht entspannt“ beschreibt, da die meisten Crewmitglieder sich über die Jahre gut kennen.

Ein Blick auf die Dreharbeiten

Aktuell ist Max Müller bei den Dreharbeiten zur 26. Staffel der „Rosenheim-Cops“ etwas zurückhaltender, da er mehr Zeit mit seiner 87-jährigen Mutter verbringen möchte, die in einem Heim in der Nähe von Wien lebt. Diese persönliche Entscheidung zeigt, wie wichtig ihm die Familie ist, und dass er auch außerhalb des Scheinwerferlichts Prioritäten setzt.

Die Krimiserie hat nicht nur in Deutschland viele Fans, sondern wirft auch interessante Fragen auf. Der sogenannte „CSI-Effekt“, der beschreibt, wie forensische TV-Serien das Verhalten und die Erwartungen von Zuschauern beeinflussen, sorgt für Diskussionen. Kritiker befürchten, dass potenzielle Verbrecher von solchen Serien lernen könnten, wie sie ihre Taten vertuschen. Doch eine Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unter der Leitung von Prof. Dr. Heiko Hecht gibt Entwarnung: Es wurde kein Zusammenhang zwischen dem Konsum von forensischen Serien und den Fähigkeiten, ein Verbrechen zu begehen, festgestellt.

Die Studie und ihre Ergebnisse

Die Untersuchung ist die erste experimentelle ihrer Art und widerlegt Mythen, die seit 20 Jahren in den Medien kursieren. Dr. Andreas Baranowski und sein Team führten mehrere Studien durch, die sowohl Statistiken des BKA und FBI zur Verbrechensaufklärung als auch Befragungen von verurteilten Kriminellen einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass Männer und jüngere Teilnehmer besser abschnitten, wenn es darum ging, Spuren zu verwischen. Teilnehmer aus technischen Berufen konnten ebenfalls Vorteile erzielen.

Insgesamt zeigt die Studie, dass die Ängste hinsichtlich des „CSI-Effekts“ unbegründet sind und die Zuschauer von Krimi-Serien, wie „CSI: Crime Scene Investigation“, nicht zu besseren Verbrechern werden. Dies könnte auch die Sicht von Max Müller auf die Schauspielerei und die Interaktionen am Set beeinflussen, da er die Dynamik der Branche kritisch betrachtet.

Für Fans der „Rosenheim-Cops“ bleibt somit die spannende Frage, wie sich die Geschichten um Michi Mohr und seine Kollegen weiterentwickeln werden, während der Schauspieler gleichzeitig seinen persönlichen Herausforderungen und Werten treu bleibt.