In der malerischen Landschaft von Rhön-Grabfeld durften vom 11. bis 17. April zwanzig angehende Pflegefachkräfte der Berufsfachschule für Pflege der Rhön-Klinikum AG eine ganz besondere Herausforderung annehmen. Unter dem Motto „Azubis leiten eine Station“ übernahmen sie den Pflegedienst auf Station 3 der neurologischen Frührehabilitation am Campus Bad Neustadt. Hierbei standen nicht nur die Patientenversorgung im Mittelpunkt, sondern auch die umfassende Vorbereitung der Auszubildenden auf ihren zukünftigen Beruf.
Die angehenden Pflegekräfte waren für eine Vielzahl von Aufgaben verantwortlich. Dazu gehörten die Dienstplangestaltung, die Koordination von Abläufen und die umfassende Versorgung der Patientinnen und Patienten. Ein zentrales Ziel des Projekts war es, den Auszubildenden eine praxisnahe Vorbereitung zu bieten und ihnen frühzeitig Sicherheit im eigenständigen Handeln zu vermitteln. Begleitet wurden sie von erfahrenen Pflegekräften und Praxisanleiterinnen, die stets als Ansprechpartner zur Verfügung standen.
Verantwortung und Zusammenarbeit
Die Aufgaben der Auszubildenden umfassten die Überwachung und Dokumentation von Vitalparametern, die Vorbereitung und Verabreichung von Medikamenten sowie administrative Tätigkeiten wie Patientenaufnahmen und die Organisation von Entlassungen. Besonders betont wurde der Schwerpunkt auf interdisziplinärer Zusammenarbeit, was das ganzheitliche Verständnis für klinische Abläufe förderte. In dynamischen Situationen mussten die Auszubildenden Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen – Fähigkeiten, die in der Pflege unerlässlich sind.
Doch nicht nur in der neurologischen Frührehabilitation wird an einer praxisnahen Ausbildung gearbeitet. Auch das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZC) setzt auf den interprofessionellen Austausch zur Patientenversorgung. Hier werden Fachkräfte der Gesundheitsberufe darauf vorbereitet, medizinische Theorie und Praxis zu verknüpfen. Unterstützt von zertifizierten Praxisanleiter:innen und Lernbegleiter:innen können die Auszubildenden ihre Fähigkeiten in der Pflege akuter und chronisch erkrankter Patient:innen vertiefen.
Einblicke in die Ausbildung
Auf der interprofessionellen Ausbildungsstation W3 des DHZC lernen die Auszubildenden unter anderem die Durchführung und Umsetzung von Expertenstandards, wie der Schmerztherapie. Die Station versorgt Patient:innen vor und nach herzmedizinischen Eingriffen, zu denen Elektrokardioversionen und minimalinvasive Aortenklappen-Operationen (TAVI) gehören. Hierbei ist eine lückenlose Herz-Kreislauf-Überwachung unerlässlich, um den Patient:innen bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.
Dank der interdisziplinären Herzteams im Rahmen des „Structural Heart Interventions Program“ (SHIP) können die Auszubildenden hautnah erleben, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen in der Patientenversorgung ist. Die Auszubildenden sind nicht nur passive Teilnehmer, sondern übernehmen aktiv Verantwortung und gestalten ihre Ausbildung selbstständig.
In einer Zeit, in der die Herausforderungen im Gesundheitswesen stetig wachsen, ist es von großer Bedeutung, dass angehende Pflegekräfte nicht nur fundiertes Wissen erwerben, sondern auch praktische Erfahrungen sammeln. Projekte wie „Azubis leiten eine Station“ sind daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um die nächste Generation von Pflegefachkräften optimal auf ihre verantwortungsvollen Aufgaben vorzubereiten.
Für weiterführende Informationen über die Ausbildung im Bereich der Gesundheitsfachberufe und die interprofessionellen Ausbildungsstationen, können Sie die Quellen hier und hier nachlesen.