Kunstgenuss in Kallmünz: Große Ausstellung von Palmié bis Preißl!
Kallmünz, ein kleines Juwel im Landkreis Regensburg, hat eine außergewöhnliche künstlerische Tradition, die bis in die frühen 1900er Jahre zurückreicht. Ein herausragender Akteur in dieser Geschichte war Charles Palmié, der als Entdecker von Kallmünz als Malerort gilt. Auf den Rat eines Versicherungsvertreters aus Amberg besuchte er den malerischen Markt an Naab und Vils zum ersten Mal im Februar 1901, begleitet von seiner Familie und einer Gruppe von Künstlern. Diese Entdeckung legte den Grundstein für die lokale Künstlergemeinschaft, die über 300 Malerinnen und Maler zählen kann, die in den folgenden Jahren hier arbeiteten. Landkreis Regensburg berichtet von der aktuellen Ausstellung „Kallmünzer Impressionen – von Palmié bis Preißl“, die im Rahmen dieser reichen Tradition stattfindet.
Die Ausstellung ist vom 5. Juli bis zum 27. September 2026 in der Galerie Bergsteig 1 zu besuchen und bietet über 30 originale Gemälde aus verschiedenen Epochen, die die Vielfalt und den Reichtum der künstlerischen Erlebnisse in Kallmünz widerspiegeln. Vertreten sind bedeutende Künstler wie Charles Palmié, Franz Skarbina und Rupert Preißl. Die Galerie hat montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, und es gibt spezielle Tage der offenen Tür am 5. Juli, 26. Juli, 13. September und 27. September 2026.
Einblicke in Charle Palmiés Erbe
Charles Palmié, der am 22. Oktober 1863 in Oschersleben geboren wurde, trug erheblich zum künstlerischen Ruf Kallmünz’ bei. Nach seiner Ausbildung zum Dekorationsmaler und einem Studium an der Dresdner Akademie arbeitete er unter anderem an der farbenfrohen Bemalung des Leonhardi-Museums in Dresden. Seine Reisen durch die Alpen sowie das Altmühltal und die Donau inspirierten ihn zu seinen beeindruckenden impressionistischen Landschaftsbildern. Diese Leidenschaften führten ihn schließlich zu seiner Entdeckung von Kallmünz als “Perle des Naabtals.” Bergverein Kallmünz hebt hervor, dass Palmié zwar nie wieder nach Kallmünz zurückkehrte, der Ort jedoch weiterhin eine Anlaufstelle für Künstler und Malschulen blieb.
Ein bemerkenswertes Relikt aus seiner Zeit ist eine große Pappel an der Vils, die ihn erinnert, sowie eine Linde am Sebastiberg, die 1911 zur Erinnerung an ihn gepflanzt wurde. Trotz der kurzlebigen Zeit, die Palmié in Kallmünz verbrachte, hinterließ er einen bleibenden Eindruck bei Künstlern und Liebhabern der Malerei. Seine Ölbilder, darunter vier bekannte Werke, werden heute von Sammlern geschätzt.
Besucherinfo und Kontakt
Die Galerie Bergsteig 1 lädt alle Kunstinteressierten herzlich ein, diese faszinierende Ausstellung zu besuchen. Eine telefonische Anmeldung wird empfohlen, da die Galerie nicht durchgehend besetzt ist. Für weitere Informationen steht Ihnen Martin Mayer zur Verfügung, erreichbar unter Mobil: 0176 30 68 37 47. Kommen Sie vorbei und entdecken Sie die künstlerischen Schätze Kallmünz’!
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