Heute ist der 13.05.2026 und in Regensburg, einer der schönsten Ecken Bayerns, hat sich am 10. Mai ein bewegendes Bild abgezeichnet. Etwa 170 Menschen fanden sich zusammen, um gegen die brutalen Methoden des iranischen Regimes zu protestieren. Der Anlass? Berichte über eine neue Welle von Hinrichtungen im Iran, die die Exil-Iraner in ihrer Heimat vermuten. Diese Demonstration war nicht nur ein Ausdruck von Solidarität, sondern auch ein eindringlicher Appell für Menschenrechte und gegen Unterdrückung.

Ein bemerkenswertes Detail dieser Protestaktion war das Zeigen des Logos des ehemaligen iranischen Geheimdienstes SAVAK, der von 1957 bis 1979 aktiv war und für seine Folterpraktiken berüchtigt ist. Die Polizei Regensburg bestätigte die Veranstaltung und erklärte, dass das Zeigen der SAVAK-Symbole keine Straftat darstelle. Man könnte fast sagen, dass sich hier Geschichte und Gegenwart auf beunruhigende Weise begegnen. Ein ehemaliger Gefangener von SAVAK wandte sich in einem eindringlichen Brief an Ministerpräsident Markus Söder, in dem er die Schrecken des früheren Regimes beschrieb und vor einer möglichen „neofaschistischen Strömung“ in Deutschland warnte.

Ein Aufruf zu Protesten

Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs, hat weltweit zu Protesten gegen die iranische Regierung aufgerufen. Interessanterweise gibt es keinen direkten Bezug zu SAVAK in seinen Ankündigungen. Dennoch bleibt unklar, inwiefern die Demonstration in Regensburg mit Pahlavis Aufruf verknüpft ist. Diese Ungewissheit wirft Fragen auf, die in der Luft hängen – was bewegt Menschen, die in einem anderen Land leben, zu solchen Aktionen? Gibt es eine Verbindung zwischen ihrem Engagement und dem Erbe der vergangenen politischen Verhältnisse?

In der Regel finden solche Kundgebungen in Deutschland am 10. Mai nicht viel mediale Aufmerksamkeit. Doch die Demonstration in Regensburg sticht hervor – nicht nur wegen der Teilnehmerzahl, sondern auch wegen der Symbolik. Die SAVAK wird oft als umstritten betrachtet; Amnesty International berichtete bereits 1976 über die grausamen Foltermethoden. Ironischerweise verurteilt das Mullah-Regime die SAVAK, praktiziert aber selbst Folter und Tötungen. Es ist ein schmaler Grat zwischen Protest und potenzieller Repression gegen Oppositionelle im Ausland.

Ein Blick auf die Geschichte

Die Historie des SAVAK ist eine düstere Erzählung über Machtmissbrauch und Unterdrückung. Die Erinnerungen an die Schrecken dieser Zeit sind lebendig, vor allem unter denjenigen, die die Grauen selbst erlebt haben. So wird die Demonstration zum Ort des Gedenkens, aber auch des Widerstands. Der Brief des ehemaligen Gefangenen an das bayerische Innenministerium und an Söder ist nicht nur ein Hilferuf, sondern auch ein Zeugnis der Hoffnung auf Veränderung.

In diesem Kontext wird der Protest in Regensburg nicht nur zu einem lokalen Ereignis, sondern zu einem Teil einer globalen Bewegung, die für Freiheit und Menschenrechte eintritt. Die Teilnehmer bringen ihre Stimmen zusammen, um gegen Gewalt und Unterdrückung einzutreten, und schaffen damit ein Zeichen der Solidarität, das weit über die Grenzen Bayerns hinausreicht.