Pfaffenhofen wird zur Hochburg der Krebsforschung: Daiichi Sankyo investiert eine Milliarde Euro in die Zukunft
Heute ist der 2.07.2026 und in Pfaffenhofen an der Ilm, im Herzen der Hallertau, dem größten Hopfenanbaugebiet der Welt, brodelt es gewaltig. Die japanische Pharmafirma Daiichi Sankyo hat hier eine eindrucksvolle Zukunftsvision: Bis 2030 sollen sage und schreibe eine Milliarde Euro in den Standort investiert werden. Das Ziel? Ein internationales Innovationszentrum für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) zur Bekämpfung von Krebs. Man kann sich kaum vorstellen, was für ein gewaltiger Schritt das für die Region und die gesamte Branche ist.
Das Werk von Daiichi Sankyo, das 1990 durch die Übernahme des Luitpold-Werkes entstand, ist mittlerweile die größte Produktionsstätte des Unternehmens außerhalb Japans. Gerade wird dort das gesamte Gelände umgestaltet – alte Gebäude weichen dem Neuen. Es sieht so aus, als würde alles frisch und modern neu errichtet. Im Gegensatz zu anderen Pharmakonzernen, die in Deutschland zurückhaltender werden, hält Daiichi Sankyo an seinen Investitionen fest. Ein kluger Schachzug, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel Eli Lilly angekündigt hat, seine geplanten Investitionen in Alzey um bis zu 50% zu kürzen. Die Bundesregierung plant zudem einen festen Herstellerrabatt von 15,5%, was die Situation zusätzlich spannend macht.
Wachstum und Arbeitsplätze
In Pfaffenhofen selbst werden jährlich mehr als zwei Milliarden Tabletten produziert, und die Investition von Daiichi Sankyo wird bis 2030 eine Bruttowertschöpfung von 1,12 Milliarden Euro auf nationaler Ebene generieren. Das ist kein Pappenstiel! Vor allem im Baugewerbe und Maschinenbau werden etwa 1900 Arbeitsplätze gesichert, und allein am Standort entstehen 540 neue Stellen. Das ist ein echter Schub für die Region, die von den neuen Arbeitsplätzen profitieren wird. Die Belegschaft könnte auf über 1000 Mitarbeiter anwachsen, und die jährlichen Lohnzahlungen könnten sich auf etwa 100 Millionen Euro belaufen. Da wird das Bier nach der Arbeit gleich doppelt so gut schmecken!
Die ADC-Therapien, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, sind ein weiteres spannendes Thema. In der EU sind bereits rund ein Dutzend dieser Therapien zugelassen, darunter zwei von Daiichi Sankyo zur Behandlung von Brustkrebs. Bis 2028 strebt das Unternehmen die Zulassung von mehr als 20 Indikationen bei der EMA an. Mit steigenden Krebsraten und einer alternden Bevölkerung wird der Markt für diese Therapien enorm wachsen. Prognosen zeigen, dass der Weltmarkt von 11,2 Milliarden Dollar im Jahr 2024 auf 24,3 Milliarden Dollar im Jahr 2029 anwachsen könnte. Das ist schon fast wie ein Hochgeschwindigkeitszug, der unaufhaltsam auf die Zukunft zurast!
Stärkung der Lieferketten
Ein weiteres Ziel von Daiichi Sankyo ist die Stärkung der Resilienz der Arzneimittellieferketten. In Zeiten, in denen die Weltwirtschaft oft auf der Kippe steht, ist es entscheidend, dass die Pharmaindustrie in der EU wettbewerbsfähig bleibt. Die Pläne zur Errichtung eines neuen Standorts in Pfaffenhofen sind also nicht nur eine Chance für das Unternehmen, sondern auch ein Lichtblick für die gesamte Branche in Europa.
In den kommenden Jahren könnten jährlich mehr als eine Million Patienten mit dem ersten ADC für Brustkrebs behandelt werden – das sind Zahlen, die Hoffnung geben und gleichzeitig die Bedeutung dieser Investitionen unterstreichen. Die Zahl der benötigten Vials variiert dabei je nach ADC, Krebsart, Gewicht des Patienten und Dauer der Behandlung. Aber eines steht fest: Die Zukunft der Krebstherapie könnte hier in Pfaffenhofen an der Ilm einen entscheidenden Schub bekommen. Das ist nicht nur für die Region, sondern für ganz Deutschland und darüber hinaus von enormer Bedeutung.
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